• 26.04.2006, 11:00:00
  • /
  • OTS0102 OTW0102

Wutscher: Diskussion um Energiezukunft auf EU-Ebene unumgänglich

Konferenz zu Erneuerbaren Energieträgern im Europäischen Parlament

Wien (OTS) - Unter dem Motto "Chance for the Future - Renewable
Energy" findet heute, Mittwoch, der Energy Day im Europäischen
Parlament in Brüssel statt. "Steigende Energiepreise, Probleme bei
der Erdgasversorgung und die hohen Schadenssummen, die die
Versicherungen nach Unwettern und Naturereignissen zu begleichen
hatten, machen deutlich, wie wichtig eine Neuausrichtung der
Europäischen Energie- und Klimaschutzpolititk für Wirtschaft und
Privathaushalte gleichermaßen ist. Eine intensive Diskussion um die
Energiezukunft auf EU-Ebene ist daher unumgänglich. Ziel der
österreichischen Präsidentschaft ist es, die Themen Energieeffizienz
und Erneuerbare Energie massiv voranzutreiben", erklärte Werner
Wutscher, Generalsekretär im österreichischen Bundesministerium für
Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in Brüssel.

Energieeffizienz und Erneuerbare Energie sind die zentralen Säulen
der österreichischen Energiepolitik. Nur so können auch die Ziele der
EU - Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Umweltschutz -
erreicht werden. Einer der Schwerpunkte des Lebensministeriums im
Rahmen des EU-Vorsitzes ist der von der Kommission vorgeschlagene
Biomasse-Aktionsplan. Diesen sowie die Biotreibstoffstrategie konnte
Ratsvorsitzender Josef Pröll auf die Agenda des Landwirtschaftsrates
vom 20.Februar 2006 setzen. Die Biomasse weist zurzeit das größte
Potenzial unter den erneuerbaren Energieträgern auf. Sie ist damit
ein wesentliches Element beim Umstieg auf eine Versorgung mit
erneuerbaren Energieträgern. Kernenergie ist für Österreich dabei
absolut keine Option.

Ein weiteres Highlight der österreichischen Präsidentschaft war
der Energierat am 14.März 2006. Dort wurde die von der Kommission am
8.März angenommene Strategie für eine neue europäische Energiepolitik
- das Grünbuch für eine sichere, wettbewerbsfähige und nachhaltige
Energieversorgung - einer inhaltlichen Debatte durch die
EnergieministerInnen unterzogen. Außerdem konnte der Energierat die
seit langem und sehr kontroversiell diskutierte Richtlinie über
Endenergieeffizienz und Energiedienstleistung beschließen. Sie
verpflichtet die Mitgliedstaaten zu jährlichen Energieeinsparungen im
Ausmaß von mindestens 1 Prozent ihres Energieverbrauchs für die
nächsten 9 Jahre, also insgesamt zu 9 Prozent Einsparung. Das ist ein
wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Energieeffizienz in der EU.

Schließlich ist es dem österreichischen Vorsitz gelungen, einige
bedeutsame Ziele im Energiebereich in die Schlussfolgerungen des
Europäischen Rates vom 23. und 24.März zu verankern. Zentrales Thema
dabei ist Energiesparen - immerhin schätzt die Kommission das
jährliche Einsparungspotenzial bis 2020 auf rund 20 Prozent. Darüber
hinaus fordert die Kommission die Implementierung des
Biomasseaktionsplans sowie neue Wege zur Erreichung des
ambitionierten Zieles bei Erneuerbaren Energieträgern und
Biotreibstoffen. Dies teilt das Lebensministerium mit.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel