• 26.04.2006, 10:42:03
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Wehsely/Jank: Die Nahversorgung für die Zukunft sichern

Stadträtin Wehsely und Wirtschaftskammer-Präsidentin Jank präsentierten neue Marktordnung für Wien

Wien (OTS) - "Wien bekommt eine neue Marktordnung: modern,
schlank, unbürokratisch. Damit wird die Nahversorgung durch die
Wiener Märkte für die Zukunft gesichert", erklärte Sonja Wehsely,
Stadträtin für Konsumentenschutz, am Mittwoch bei der Präsentation
der neuen Marktordnung für Wien. "Bei Kunden und Kundinnen und
Touristen und Touristinnen sind die Wiener Märkte sehr beliebt. Aus
Sicht der Wirtschaft bringt die neue Marktordnung durch die
Ausdehnung der Öffnungszeiten mehr Chancengleichheit zwischen Märkten
und Einzelhandel. Damit ist die neue Marktordnung eine gute Basis für
eine erfolgreiche Zukunft dieser wichtigen Wiener Institutionen",
begrüßt die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wiener Brigitte Jank
die Einigung.****

Die Wiener Märkte haben durch die Entwicklung im Bereich der
Nahversorgung starke KonkurrentInnen. Um dem geänderten
Einkaufsverhalten der KundInnen gerecht zu werden, aber auch um mit
dem Einzelhandel wirtschaftlich Schritt halten zu können, ist eine
Verlängerung und Vereinfachung der Marktöffnungszeiten in Abstimmung
mit den Bezirken und den Sozialpartnern unbedingt erforderlich.

Unverständlich waren für die KonsumentInnen bisher auch
unterschiedliche Öffnungszeiten von z.B. Bioständen und fixen
Ständen. Die neue Marktordnung bringt auch hier Gleichklang. Damit
die Märkte ihren Charakter behalten, wird nun fixiert, dass maximal
ein Drittel der verbauten Fläche durch Gastronomiestände
bewirtschaftet werden darf.

Nachdem die Verdienstchancen für die GastronomInnen auf den
Wiener Märkten höhere sind als für den Handel, andererseits die
KonsumentInnen bei Gastroständen längere Öffnungszeiten erwarten,
müssen hier unterschiedliche Regelungen zur Anwendung kommen.

Einzelhandel und Gastronomie wirtschaftlich fair behandeln

Bislang mussten UnternehmerInnen am Volkertmarkt die gleiche
Marktgebühr wie UnternehmerInnen am Naschmarkt zahlen. Um eine
gerechte Tarifgestaltung zu erreichen, muss die Lage und die
KundInnenfrequenz der Märkte berücksichtigt werden. Es wird daher
eine Kategorisierung der Wiener Märkte - orientiert am
Immobilienpreisspiegel - geben.

Handelsbetriebe der wirtschaftlich schwächsten Kategorie C
werden nicht angepasst, sie zahlen weiterhin - wie seit 1997 - 5,38
Euro pro Quadratmeter. Andere Handelsbetriebe zahlen künftig in der
Regel 6,03 Euro pro Quadratmeter. Eine Anpassung gibt es auch für die
Stände am noblen Naschmarkt. Sie zahlen künftig 10,01 Euro statt
bisher 8,94 Euro.

Einen entscheidenden Marktvorteil gegenüber Supermarktketten
können EinzelhändlerInnen auf den Wiener Märkten künftig für sich in
Anspruch nehmen: Sie können während der Woche zwischen 6.00 und 19.30
Uhr geöffnet halten, am Samstag zwischen 6.00 und 17.00 Uhr.

Die Gastronomiebetriebe auf den Wiener Märkten zahlten bislang
wienweit die gleichen Gebühren pro Quadratmeter wie die
wirtschaftlich ungleich schwächeren GemüsehändlerInnen nebenan. Um
mehr wirtschaftliche Gerechtigkeit zu erzielen, wird daher künftig
bei den Gastroständen etwas stärker unterschieden. GastronomInnen in
den besten Lagen am Naschmarkt zahlen künftig bis zu 12,96 Euro statt
bisher 8,94 Euro pro Quadratmeter. Für GastronomInnen auf
wirtschaftlich schwächeren Märkten der Kategorie C entstehen künftig
Kosten von max. 6,46 Euro statt bisher 5,38 Euro pro Quadratmeter.

In Abstimmung mit den Bezirken werden die Öffnungszeiten für die
Gastronomie deutlich verlängert. Bisher konnten die WirtInnen auf den
Wiener Märkten ihre Lokale genauso wie die Einzelhandelstände nebenan
zwischen 6.00 und 18.30 Uhr geöffnet halten, lediglich am Naschmarkt
von 6.00 bis 22.00 Uhr.

Künftig besteht für die WirtInnen am Wiener Naschmarkt die
Möglichkeit, zwischen 6.00 und 23.00 Uhr offen zu halten. Am
Rochusmarkt, dem Karmelitermarkt, dem Vorgartenmarkt, dem
Viktor-Adler-Markt, dem Brunnenmarkt, dem Yppenmarkt und dem
Volkertmarkt können WirtInnen bis 22.00 Uhr ihre Produkte servieren.
Auf allen übrigen Wiener Märkten gilt für die WirtInnen eine
Sperrstunde von 21.00 Uhr. (Schluss) me

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag. Michael Eipeldauer
   Tel.: 4000/81 853
   Handy: 0664/826 84 36
   mailto:eip@gif.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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