KO Scheuch: Unverständliche Vorgehensweise von Martinz

Es geht um über 80.000 aktive Mitglieder in den Volkskulturvereinen

Klagenfurt (OTS) - Für Klubobmann Kurt Scheuch ist die heutige Vorgehensweise von ÖVP-Landesrat Martinz, über die Medien eine Fragestunde veranstalten zu wollen, völlig unverständlich. "Wir werden sicher keine Fragestunde über die APA durchführen, sondern allenfalls offene Fragen gerne in den Parteiengesprächen beantworten. Allerdings muss Martinz ja mittlerweile den Regierungssitzungsakt gelesen haben, wo alle Unklarheiten beseitig werden. Daher dürfte einer Beschlussfassung im Sinne der Kärntner Volkskulturvereine nichts mehr im Wege stehen", so der Klubobmann.

Scheuch verweist nochmals darauf, dass nach allen Untersuchungen der Standort Hauptpost die optimalste Variante darstelle. Weiters seien alle Auflagen, die das Kollegium der Kärntner Landesregierung in seiner Sitzung am 13.9.2005 für die Realisierung des Projektes erteilt hat, erfüllt worden. Daraus ergebe sich klar, dass sich die Variante Hauptpost gegenüber den beiden Standorten Liegl-Garage und Amalienhof/Mirushaus als günstiger erweist. Beim Amalienhof sei aufgrund des Denkmalschutzes und der teuren Sanierung keine vorteilhafte Nutzung als "Haus der Volkskultur" möglich. Für dieses Objekt werde die optimale Nutzung gerade von der LIG überprüft. Auch hinsichtlich der Kostenbeteiligung durch die Vereine gebe es keine Unklarheiten mehr.

"Es ist mir völlig unklar, warum gerade eine Partei wie die ÖVP, die sich immer zum ländlichen Raum, zu den Heimatverbänden und zur Volkskultur bekannt hat, nun das Projekt blockiert und ihre Wähler derart vor den Kopf stößt. Es geht hier um über 80.000 aktive Mitglieder in den Volkskulturvereinen, die mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit einen wichtigen, wenn nicht den wichtigsten Beitrag zum Bestehen und zur Weiterentwicklung der Kärntner Volkskultur leisten. Diesen Menschen liegt die rasche Schaffung eines Hauses der Volkskultur am Herzen, abseits jeglichen Parteien Hick-Hacks", so Scheuch weiter.

Daher plädiert der Klubobmann an die anderen Parteien, sich den vorgebrachten Argumenten zum Wohle der vielen Kärntnerinnen und Kärntner in den Volkskulturvereinen nicht zu verschließen: "Es geht uns um die Steigerung der Effizienz trotz beschränkter finanzieller Ressourcen. Es geht uns darum, die desaströse Raumsituation vieler Verbände endlich in den Griff zu bekommen. Es geht uns um die Rettung der vielen Archive. Daher fordere ich die Parteien zu einer gemeinsamen Lösung auf, um eine rasche Umsetzung des Hauses der Volkskultur zum Wohle aller sicherzustellen." (Schluss)

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