VEÖ: "Austria is one of the best pupils in the class"

EU-Kommission sieht Österreich als Musterschüler bei Strommarktliberalisierung

Wien (OTS) - "Durch die ständigen Vorwürfe der Regulierungsbehörde gegenüber der österreichischen E-Wirtschaft wird laufend der Eindruck erweckt, die Strommarktliberalisierung in Österreich sei misslungen -das Gegenteil ist der Fall: Wie uns ein namhafter Vertreter der europäischen Kommission dieser Tage in Brüssel persönlich mitgeteilt hat, findet sich Österreich in Wahrheit unter den Klassenbesten -wortwörtlich "one of the best pupils in the class" -, was die Umsetzung des liberalisierten Strommarktes betrifft. Dem österreichischen Markt wurde sogar eine besondere Wettbewerbsintensität von Seiten des Kommissionsvertreters bescheinigt", reagierte VEÖ-Generalsekretärin Ulrike Baumgartner-Gabitzer auf die vom Regulator vorgebrachten Vorwürfe. Dessen ungeachtet hat die E-Wirtschaft bereits im Oktober weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Kundeninformation und Transparenz am österreichischen Markt angekündigt und seitdem gemeinsam mit der Regulierungsbehörde und der Bundeswettbewerbsbehörde entwickelt.

E-Wirtschaft braucht stabile Rahmenbedingungen

Die wichtigste Erwartung der Kunden an die österreichische Elektrizitätswirtschaft ist die Sicherstellung der heimischen Elektrizitätsversorgung. Essenzielle Voraussetzung, um die dafür notwendigen Erzeugungs- und Netzinvestitionen vornehmen zu können, sind jedoch stabile gesetzliche Rahmenbedingungen. Und in diesem Sinn sind aus Sicht des VEÖ auch die Ziele im vorliegenden Entwurf zum Energieversorgungssicherheitsgesetz durchaus als positiv zu beurteilen. Dazu gehören jene Regelungen, die direkt der Versorgungssicherheit zugute kommen, zum Beispiel ein Monitoring der Versorgungssicherheit, die Umsetzung der Kraft-Wärme-Kopplungs-Richtlinie sowie Regelungen zur Krisenvorsorge (z.B. Engpassmanagement und Vorratshaltung).

Für überschießende Regelungen wie etwa hin zu einer normierten(!) Rechnung (wie es sie in keiner anderen Branche gibt) sieht der Verband jedenfalls keinen Bedarf. So hat eine von der Karmasin Marktforschung im Herbst 2005 durchgeführte Kundenbefragung vielmehr gezeigt, dass 81 Prozent der österreichischen Kunden mit der Rechnungslegung sehr bzw. eher zufrieden sind.

Und im Sinne des Konsumentenschutzes gibt es im Rahmen der Verhandlungen zur Kundeninformationsinitiative auch bereits konkrete Pläne für ein Kunden-Informationsblatt zum liberalisierten Markt, zu einer Verkürzung der Wechselfristen und zu einem Verhaltenskodex für Lieferanten.

"Für die österreichische E-Wirtschaft steht die Zufriedenheit der Kunden stets im Mittelpunkt. Daher spricht sich die E-Wirtschaft jedenfalls für eine möglichst schlanke, effiziente Verwaltung und nicht für eine Re-Bürokratisierung des heimischen Strommarktes aus", resümierte die Generalsekretärin des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen.

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