Tempo 160: Schober: Geldverschwendung auf Kosten der Sicherheit

In der Nacht gilt weiterhin Tempo 110 - Aufwendige Umrüstung der Section Control war notwendig

Klagenfurt (SP-KTN) - "Tempo 160 ist nicht nur
sicherheitstechnisch gesehen ein völliger Schwachsinn, sondern kostet auch soviel Geld, dass damit viele sinnvolle Maßnahmen in Kärnten möglich gewesen wären", erklärt der Verkehrs- und Sicherheitssprecher der SPÖ-Kärnten, LAbg. Rudolf Schober, am Dienstag und übt neuerlich scharfe Kritik an der Teststrecke. Auch ein neuer Aspekt ist für Schober hinterfragenswert. "In der Nacht gilt auf der A10 als Geschwindigkeitsbegrenzung Tempo 110. Die Sektion Control musste aufwendig umgerüstet werden, damit eine Differenzierung der beiden Geschwindigkeitsbegrenzungen möglich ist", sagt Schober und spricht von enormen Kosten des Gesamtversuchs. "Mit dem Geld hätten zahlreiche wichtige und teilweise auch verkehrssichernde Maßnahmen in Kärnten umgesetzt werden können", kritisiert der SP-Verkehrssprecher und spricht von "Geldverschwendung auf Kosten der Sicherheit".

Obwohl die Kärntner Landesregierung sich mehrheitlich (mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP) gegen Tempo 160 ausgesprochen hat und eine Resolution gegen den gestarteten Tempo-160-Pilotversuch auf der Tauernautobahn verabschiedet hat, handle Minister Gorbach mit Haider und Verkehrslandesrat Dörfler Hand in Hand gegen den Willen der Bevölkerung, so die SP-Kritik.

Er, Schober, sei davon überzeugt, dass die Tempo-160-Teststrecke Hubert Gorbachs in diametralem Widerspruch zur Sicherheit stände. "Mit immer absurder gewordenen Argumenten habe Infrastrukturminister Gorbach versucht seinen Geschwindigkeitsrausch in den letzten Monaten zu rechtfertigen. Eine Vielzahl von Experten habe aber bestätigt, dass es bei Tempo 160 zu mehr Unfällen kommt", hält Schober fest. Klar sei, dass eine Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern zu mehr Feinstaub, mehr CO2-Ausstoß und zu mehr Lärm führe als Tempo 130, macht Schober nochmals klar. "Um einschätzen zu können, dass mehr Geschwindigkeit mehr Gefahr und mehr Schadstoffe bedeutet, braucht es nur einen klaren Menschenverstand", sagt Schober und meinte abschließend: "Hoffen wir, dass bei dem Pilotversuch außer den Steuerzahlern, die diesen Irrsinn zahlen müssen, nicht auch noch Unfallopfer dazukommen."

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