Vorarlberg setzt weiter auf "erneuerbar statt nuklear"

Humanitäre und wirtschaftliche Hilfe zur Bewältigung der Tschernobyl-Folgen

Wien (OTS) - 20 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl untermauert die Vorarlberger Landesregierung ihr klares Nein zur Kernenergie. "Wir wollen zukunftsfähige und sichere Lösungen. Unser Weg lautet 'erneuerbar statt nuklear' - nicht nur bei allen energiepolitischen Maßnahmen im eigenen Land, sondern auch in der Zusammenarbeit mit anderen Ländern", betonten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und die Landesräte Erich Schwärzler und Manfred Rein heute, Dienstag, im Pressefoyer.
In den zwei Jahrzehnten seit Tschernobyl hat Vorarlberg umfangreiche humanitäre Hilfe für die betroffene Bevölkerung in Weißrussland geleistet, aber auch wirtschaftliche Initiativen gesetzt, die künftig noch weiter ausgebaut und verstärkt werden sollen. Im Hinblick auf den 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe werden vom Land Vorarlberg als humanitäre Hilfe zur Behandlung strahlengeschädigter Kinder 50.000 Euro bereitgestellt, so Sausgruber. Weiters wird gemeinsam mit der Sacharov-Universität Minsk ein Biomasse-Nahwärmeprojekt für den Energiepark Volma in der Nähe von Minsk geplant.

LR Schwärzler: "Vorarlberg ist Vorreiter in der Förderung erneuerbarer Energieträger, als Solarland und Biomasseregion. Dies ist der Weg, der Zukunft hat. Daher wurden nachhaltige Energie-Projekte auch in Weißrussland gestartet. Für die Menschen dort ist Unterstützung von außen nötig, weil sie ihnen Hoffnung für die Zukunft gibt."

LR Rein sieht in Weißrussland nicht nur beträchtliche Potenziale für erneuerbare Energieträger, sondern auch erhebliche Marktchancen für Vorarlberger Anlagenhersteller, "weil wir in der Solar- und Biomassetechnologie mit vorne dabei sind". Anlässlich eines Besuches von Schwärzler und Rein erfolgte kürzlich der Spatenstich für eine Biogasanlage in Tereschowitschi, die von einem Vorarlberger Unternehmen errichtet wird.
(gw)

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