Leitl: "Kreativität und Innovationen als Lebensader von Österreichs Wirtschaft"

Zweiter österreichischer Kreativwirtschaftsbericht vorgelegt - Morak: Der "K-Faktor" erhält zunehmend Gewicht - Felzmann: Kreativität als "USP" von Österreich

Wien (PWK255) - "Nur durch bestmöglichen Einsatz von Know How, Kreativität und Innovationen wird Österreich in einer globalisierten Welt bestehen können. Wir sehen es daher als unsere vordringlichste Aufgabe, das heimische Kreativitätspotenzial nach Kräften zu fördern, zu entwickeln und zu begleiten", erklärte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, heute, Dienstag, anlässlich der Präsentation des Zweiten Österreichischen Kreativwirtschaftsberichtes in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Kunst- und Medien-Staatssekretär Franz Morak, der Sprecherin der "creativ wirtschaft austria", Abg. z. NR. Carina Felzmann und Peter Voithofer von der KMU Forschung Austria.

Österreich peilt ein Rekord-Exportvolumen von 100 Milliarden Euro an. Hinter diesem großen Erfolg steht, so Leitl, der verstärkte Einsatz von Kreativität und Innovationen. "Beim Know How-Export liegt unser Land bereits an 12. Stelle und gehört damit zur Weltspitze".

"Den Kosten- und auch den Technologiewettbewerb können wir Österreicher nie gewinnen. Aber es bleibt uns die Kreativität, die zu Innovationen führt. Jetzt kommt es darauf an, die neuen Ideen schneller als die Konkurrenz am Markt zu platzieren und damit in ökonomische Erfolge umzusetzen", erklärte der Wirtschaftskammerpräsident. "Dynamik, Kreativität und Innovationen sind mit Sicherheit die Lebensader Österreichs in den nächsten Jahrzehnten". Wichtig sei, das weibliche Kreativitätspotenzial noch stärker zu nutzen. Dies könnte einer der künftigen Vorzüge Europas im globalen Wettbewerb sein.

Der "K-Faktor" ("K" für Kreativität, Kompetenz, Koordination und Kohärenz) erhält zunehmend mehr Gewicht und eine neue Bedeutung, hob auch Staatssekretär Morak die Bedeutung des "kreativen Sektors" hervor. Er begrüße es daher sehr, dass sich die Wirtschaftskammer dieser Thematik bereits seit einigen Jahren intensiv angenommen hat. "Der Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Kreativität funktioniert. Dies kommt in vorliegendem Kreativitätswirtschaftsbericht zum Ausdruck, der wesentliche Fortschritte in der Positionierung Österreichs dokumentiert". Es sei, so der Staatssekretär, in Österreich in den letzten Jahren viel passiert, wobei er als Beispiele das 7,8 Millionen Euro schwere Impulsprogramm (2004 und 2005), den Fernsehfilmförderungsfonds sowie den Musikfonds (Produktionsfonds für die Musikbranche) nannte.

Bei der Kreativwirtschaft handle es sich um eine "bunte, erfolgreiche Mischung aus den verschiedensten Brachen und Bereichen", unterstrich Kreativitätswirtschafts-Sprecherin Felzmann: "Wir vernetzen Menschen, Unternehmen und Projekte und kümmern uns um Förderungen und die Umsetzung. Dies wird sehr gut angenommen". Österreich entwickle sich zu einem anerkannt Kreativitätsstandort. "Wir haben mit unserer Vorarbeit eine gewaltige Erwartungshaltung geschaffen. Hier wollen wir mit einer Reihe von Initiativen weiter ansetzen und nicht zuletzt auch das regionale Potenzial stärker nutzen", sagte Felzmann. Das Ziel sei, die Kreativität als "USP von Österreich" weiter zu stärken.

Die Kreativitätswirtschaft ist eine junge Branche, die wir seit 2002 beobachten, erklärte Marktforscher Peter Voithofer. Seit der Vorlage des ersten Kreativitätswirtschaftsberichtes im Jahre 2003 konnten deutliche Fortschritte markiert werden. Die positive Entwicklung lässt sich aus den Beschäftigungseffekten, aber auch aus den Erlösen und Erträgen bzw. aus dem Beitrag dieses Sektors zur Gesamtwirtschaft ableiten. 2004 konnte mit Erlösen und Erträgen in Höhe von 18,3 Milliarden Euro und einer Bruttowertschöpfung von 7,2 Milliarden Euro das Wachstum der Vorjahre fortgesetzt werden. Derzeit sind 4 Prozent der Erlöse und Erträge und 5 Prozent der heimischen Wertschöpfung der Kreativitätswirtschaft zuzurechnen, sagte Voithofer.

2004 zählten 28.700 privatwirtschaftliche Unternehmen, vor allem "Mikrounternehmen", mit etwa 101.600 unselbständig Beschäftigten zu diesem Bereich. Dies entspricht einem Anteil von rund einem Zehntel an der gesamten österreichischen Unternehmensstruktur. Im Vergleich zu 2002 ist die Zahl der Unternehmen um 6 Prozent gestiegen. Für die Zukunft lässt sich ein hohes Beschäftigungspotenzial ableiten. (hp)

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