Tirol Milch setzt auf Gentechnikfreiheit und Lattella

Tirol Milch-Bilanz 2005: Steigerungen bei Milchmenge und Ertrag, Minus beim Umsatz - Hans Schweiger als Obmann wiedergewählt

Wien (OTS) - Hans Schweiger wurde in der Generalversammlung am vergangenen Samstag für die nächsten fünf Jahre zum Obmann wiedergewählt. "Tirol Milch als größter Vermarkter landwirtschaftlicher Produkte in Tirol soll weiterhin im Eigentum der Bauern bleiben. Nur so können die Interessen der Bauern bestmöglich umgesetzt werden", so Obmann Schweiger anlässlich seiner Wiederwahl. "Wie eine aktuelle Umfrage bei den Milchlieferanten zeigt, ist die Verbundenheit der Milchlieferanten zur Tirol Milch besonders groß", freute sich Schweiger.

Beim Thema Gentechnik wächst die Skepsis der Konsumenten. Hielten im Jahr 2002 noch 13 Prozent der österreichischen Bevölkerung die Gefahren und Probleme, die mit Gentechnik in Verbindung gebracht werden, für "auf jeden Fall übertrieben", so sank dieser Wert im Vorjahr auf nur mehr sechs Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der Österreicherinnen und Österreicher, die die Diskussion für "sicher nicht übertrieben" befinden, von 42 auf 50 Prozent.

Hans Schweiger sieht in diesen Ergebnissen einer market-Studie die Strategie seines Unternehmens bestätigt. "Wir waren 2003 die erste Molkerei in Europa, die kontrolliert Gentechnik-freie Milch ins Produktprogramm aufgenommen hat. Mit 1. Februar 2006 haben wir die gesamte Trinkmilch auf kontrolliert Gentechnik-frei umgestellt. Und genau diesen Weg werden wir in Zukunft fortsetzen, auch wenn die EU in die andere Richtung marschiert", sagte Schweiger bei der Bilanz-Pressekonferenz von Österreichs drittgrößter Molkerei.

Rekord-Milchmenge

Die Tirol Milch hat im Vorjahr mit 316 Mitarbeitern 221 Millionen Kilogramm Milch verarbeitet, das ist ein neuer Rekordwert. Der Umsatz ging von 142 auf 139 Millionen Euro zurück, davon entfiel rund ein Drittel auf den Export. "Hauptverantwortlich dafür sind die gesunkenen Preise für Industrieprodukte", erklärte Geschäftsführer Andreas Geisler. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg von 0,4 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro. "Neben innerbetrieblichen Rationalisierungsmaßnahmen haben wir Produkte, die nicht den notwendigen Deckungsbeitrag gebracht haben, eingestellt", begründete Geisler den

Ertragssprung. "Das Milchgeld für die Bauern konnte gleich hoch gehalten werden. Sie erhielten wie im Jahr zuvor durchschnittlich 32,5 Cent pro Kilogramm Milch", so der Tirol Milch-Chef.

Mit einem Volumen von 5,9 Millionen Euro lagen die Investitionen auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2004. Geisler: "Der Großteil floss in einen dritten Käsekeller in Wörgl und in die neue EDV." Die Tirol Milch ist nunmehr der größte heimische Hersteller von Bergkäse.

Autarke Energieversorgung

Auch heuer liegt der Investitionsschwerpunkt in Wörgl: Der zweite Produktionsstandort neben Innsbruck soll eine eigenständige Energieversorgung bekommen. "Aufgrund der hohen Energiepreise planen wir die Errichtung eines Blockheizkraftwerkes in Wörgl", so Geisler. Geschätztes Investitionsvolumen: Zehn Millionen Euro.

Dachmarke Lattella

Die hohe Sympathie für den Molke-Drink Lattella - 52 Prozent der Österreicher halten die Marke für besonders sympathisch - bildet die Basis für das neue Dachmarken-Konzept der Tirol Milch: Demnach wird das Lattella-Programm sukzessive um neue Produkte erweitert. Den ersten Schritt machte die Lattella "frucht&molke" Creme, ein Molke-Dessert, das vorerst in vier Sorten erhältlich ist. Weitere Innovationen sollen folgen.

Heuer weiteres Wachstum

Für heuer erwartet der Tirol Milch-Chef eine weitere Erhöhung der Milchmenge auf 223 Millionen Kilogramm. Grund ist die Aufstockung der Milchquote durch die EU. Der Start der Lattella Dachmarke mit neuen Produktsegmenten und die Ausweitung der Käseproduktion sollen den Umsatz auf 142 Millionen Euro wachsen lassen.

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