20 Jahre Tschernobyl - Zeit für die Energiewende

Forum Wissenschaft & Umwelt, GLOBAL 2000, Greenpeace, Umweltdachverband u. WWF: Wahrheitsbeweis für österr. Anti-Atompolitik - Neustart für Ökostrom-Gesetz-Novelle.

Wien (OTS) - Österreichs führende Umweltorganisationen fordern die Neuverhandlung der bereits im Wirtschaftsausschuss des Nationalrats mit den Stimmen von ÖVP, BZÖ und SPÖ beschlossenen Ökostrom-Gesetz-Novelle.

"Wer gegen Atomstrom ist muss für Energie-Effizienz sowie Ökostrom aus Wind, Sonne, Biomasse und naturverträglicher Kleinwasserkraft sein. Die ständig wachsenden Importe von Atomstrom und die Behinderung des Ökostromausbaus zeigen deutlich, dass die Ablehnung der Atomkraft seitens der Bundesregierung (BZÖ/ÖVP) und SPÖ als bloßes Lippenbekenntnis zu bewerten ist." erklärt Peter Weish, Präsident des Forums Österreichischer Wissenschafter für Umweltschutz

In dieselbe Kerbe schlägt Gerhard Heiligenbrunner Präsident des Umweltdachverbandes: "Mit der derzeitigen Energiepolitik sinkt der Anteil erneuerbarer Energie kontinuierlich anstatt zu steigen. Das EU-Ziel von 78,1% bis 2010, zu dem sich Österreich verpflichtet hat, kann mit dieser Ökostromgesetz-Novelle nicht erreicht werden."

Mag. Silva Herrmann, Anti-Atom-Sprecherin von GLOBAL 2000, ergänzt: "Wird die Ökostromgesetz-Novelle in der jetzigen Form beschlossen, wird es zu einem weiteren Anstieg der Atomstrom-Importe kommen."

"Angesichts der Öl- und Gaskrise wäre es höchste Zeit umzusteuern. Über 20 Länder weltweit haben das deutsche Erneuerbare Energie-Gesetz übernommen und nutzen die wirtschaftlichen Chancen. Österreich vergibt die Chance auf zigtausende Arbeitsplätze." schließt Markus Niedermair, Energieexperte des WWF.

Die Organisationen stehen mit ihrer Kritik nicht alleine da. Jüngst hat das Land Oberösterreich in einer Landtagsresolution und auch der Nö. Umweltlandesrat DI Josef Plank gegen die Ökostrom-Gesetz-Novelle Stellung bezogen.

Im historischen Angesicht der Tschernobyl-Katastrophe und der weltweit zigtausenden Opfer muss die Politik die Glaubwürdigkeit Ihrer Worte mit Taten beweisen. Die Neuverhandlung der Ökostrom-Gesetz-Novelle ist die Nagelprobe für die österreichische Anti-Atompolitik.

Die Österreichische Umweltbewegung wird nicht tatenlos zusehen wie das frühere Umweltmuster- und Anti-Atomland Österreich von Regierung und SPÖ in die fossil-atomare Sackgasse geführt wird.

Rückfragen & Kontakt:

Forum Österreichischer Wissenschaftler für Umweltschutz
Peter Weish, Mobil: 0650/ 4793331
Umweltdachverband, Birgit Hauert, Tel.: 01/ 40113-47
WWF, Markus Nidermair Mobil: 0676/ 83488252
GLOBAL 2000, Silva Hermann, Tel.: 01/ 812 57 30

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