Grüne Leopoldstadt: Wurstelprater - Viele Fragen noch offen

Hasch: "Ohne Vorlage des Masterplans Prater darf es keine neue Flächenwidmung geben!"

Wien (OTS) - "Auf welcher Veranstaltung war Bezirksvorsteher Kubik gestern eigentlich?", fragt sich Adi Hasch, der Klubobmann der Grünen Leopoldstadt angesichts der heutigen Pressemeldung von BV Kubik anlässlich der gestrigen BürgerInnenversammlung zur geplanten Flächenwidmungsänderung im Wurstelprater. BV Kubik spricht nur von einigen Dutzend AnrainerInnen - in Wirklichkeit waren 400 Personen gekommen, die sich eine umfassende Information erhofft hatten.

Leider konnten weder BV Kubik noch Mag. Wurz von der Praterservice GesmbH über den Masterplan des französischen Themenparkexperten Emanuel Mongon Auskunft geben. Nachdem der neue Flächenwidmungsplan aber auf Basis des Masterplans entstanden ist, wäre dessen Präsentation unbedingt notwendig gewesen. "Wenn BV Kubik hier von einer umfassenden Information der BürgerInnen spricht, dann kann das wohl nur Realitätsverweigerung genannt werden", kommentiert Hasch dieses Versäumnis.

"Dass sich die Grünen 'erdreisteten' auch einige Fragen zu stellen, hat sich die SPÖ selbst zuzuschreiben", stellt Hasch klar. Schließlich war es die SPÖ Leopoldstadt, die während der Debatte über den Flächenwidmungsplan im zuständigen Bezirksausschuss Anfang April den Antrag auf Schluss der Debatte gestellt hat. "Das ist rechtlich zwar möglich, aber demokratiepolitisch bedenklich. Dadurch wurden wir gehindert, bereits im Vorfeld der BürgerInnenversammlung alle unsere Fragen zu stellen", so Hasch weiter.

"Wir begrüßen das Ziel eines autofreien Praters sehr", stellt Hasch fest, "aber wir verstehen nicht, warum dafür neue Parkgaragen notwendig sind?". So gibt es in direkter Nähe zum Prater bereits rund 3.400 Stellplätze in den Messegaragen, die meistens gähnend leer stehen. "Warum wird nicht zuerst versucht, diese Kapazitäten zu nutzen? Nein, es müssen schon wieder zusätzliche Parkhäuser her - auf Kosten des Traditionsbetriebes "Wieselburger Bierinsel", des Hockeyverbandes und der AnrainerInnen in der Ausstellungsstraße. Das lässt sich nur damit erklären, dass es primär darum geht, dass die Bauindustrie gut verdient", so Hasch abschließend.

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