Prammer: SPÖ fordert Frauenfonds für Weiterbildung

Einkommensschere wird größer - keine Lösungsansätze der Regierung

Loipersdorf (SK) - Frauenpolitik, konkret Bildungsmaßnahmen für Frauen, sind Thema des zweiten Tages der SPÖ-Klubtagung in Loipersdorf. Bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap verwies SPÖ-Frauenvorsitzende Barbara Prammer auf das frauenpolitische Maßnahmenpaket der SPÖ. So sollen u.a. mit einem Bundesfrauenförderungsfonds Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Frauen finanziert werden. Von Seiten der Regierung sei freilich nichts Effizientes geschehen, was die Situation der Frauen verbessert hätte, kritisierte Prammer. ****

"Die Wirtschaft wächst zwar ein wenig, aber die Menschen, besonders die Frauen, haben nichts davon", so die Frauenvorsitzende, die "ein Abschmelzen des Mittelstandes" konstatierte. Es sei belegbar, dass die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern in den letzten sechs Jahren um eineinhalb Prozentpunkte auseinander gegangen ist, wobei der Öffentliche Dienst die Statistik noch "herausreiße". Bei den Arbeitern und Angestellten betrage die Einkommensschere sogar 40 Prozent. Hauptgrund dafür sei die große Teilzeitquote bei Frauen, die in einer Phase mit kleinen Kindern zwar eine gute Lösung sein könne, um nicht zu lange den Beruf zu unterbrechen, "wenn die Teilzeit allerdings zur Dauereinrichtung wird, wird es problematisch". Vier von zehn Frauen arbeiten in Österreich in Teilzeit, nur 16 Prozent aber sind laut Umfragen mit der Teilzeit glücklich. "Wo sind die Lösungsansätze der Regierung? Sie verteilt Broschüren", kritisierte Prammer.

Die notwendigen Maßnahmen seien jedenfalls bekannt und lägen auf dem Tisch: Besseres Angebot an Kinderbetreuung, mehr Ganztagsschulen oder das SPÖ-Konzept eines Bundesfrauenförderungsfonds, der mit 100 Millionen Euro dotiert Maßnahmen für Qualifizierung und Weiterbildung finanzieren soll, nannte Prammer einige SPÖ-Vorschläge. Es gelte nun, "endlich eine vernünftige Politik für die Frauen zu machen", so Prammer abschließend. (Schluss) ah

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