• 25.04.2006, 11:55:16
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Erfolgsstory "zweiter Bildungsweg" an den Wiener Volkshochschulen in Gefahr

Wiener VHS stellen Initiative für den Bildungsstandort Volkshochschule vor

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Pressegesprächs schlugen die Wiener
Volkshochschulen heute Alarm. Oswald Bazant, Landesgeschäftsführer
des Verbandes Wiener Volksbildung, sieht die Zukunft ihrer
Kursangebote im zweiten Bildungsweg akut gefährdet. Den Anlass dafür
liefert das zuständige Bildungsministerium, das bis heute keine
grundlegende Strukturförderung für diesen Bereich sicherstellen
konnte. Darüber hinaus wurden bereits zugesagte finanzielle Mittel
nicht ausbezahlt und Förderungen für die Erwachsenenbildung gesenkt.
Als Folge drohe, dass an den Volkshochschulen einzelne Bildungswege
ganz aufgegeben werden müssen, andere so verteuert werden, dass sie
für viele nicht mehr leistbar sind, erklärten dabei Mag. Wolfgang
Gruber, Direktor der VHS Floridsdorf, Dr. Michaela Judy, Direktorin
der VHS Ottakring, und Mag. Susanne Schaefer-Wiery, Direktorin des
polycollege, übereinstimmend.

Für Bazant steht die Vorgangsweise des Bildungsministeriums in
eklatantem Widerspruch zu der von der Österreichischen
Bundesregierung in ihrem Regierungsprogramm angekündigten
Bildungsoffensive. Die Erwachsenenbildung in Österreich habe schon
bisher im Vergleich zu anderen Bildungsbereichen nur einen geringen
Bruchteil an Förderungen erhalten. Dennoch sei es den Wiener
Volkshochschulen gelungen, auf Basis dieses öffentlichen Auftrags
zahlreiche bildungsferne und weniger begüterte Menschen wieder in den
Weiterbildungsprozess zu integrieren und damit einen enormen
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen: "Die
Wiener Volkshochschulen brauchen ein klares öffentliches Bekenntnis
zu ihren Leistungen im zweiten Bildungsweg inklusive einer
Sicherstellung der dafür notwendigen finanziellen Mittel, um unserer
Gesellschaft auch weiterhin durchgängige Bildungsmöglichkeiten
bereitstellen zu können. Um die Zukunft unseres Landes nachhaltig zu
sichern, muss Bildung für alle Bevölkerungsgruppen leistbar sein", so
Bazant.

VHS-Initiative präsentiert Broschüre über die Erfolgsstory "zweiter
Bildungsweg"

Im Rahmen ihrer gemeinsamen Initiative haben der Verband Wiener
Volksbildung und die Wiener Volkhochschulen Floridsdorf, Ottakring
und polycollege eine Broschüre erarbeitet, die die von den
Volkhochschulen erbrachten Leistungen im Überblick vorstellt und
ihren konkreten Nutzen anhand von individuellen Bildungswegen und
Testimonials transparent macht. Die Palette der angebotenen
Leistungen reicht von der Basisbildung und Alphabetisierung - auch
für MigrantInnen - über schulische Abschlüsse (Polytechnische Schule,
Hauptschule, B-Matura, AHS-Matura) bis hin zu
Studienberechtigungsprüfung und Berufsreifeprüfung. Insgesamt wurden
diese Kurse seit Bestehen der jeweiligen Angebote an den Wiener
Volkhochschulen von über 42.000 TeilnehmerInnen besucht, allein im
Jahr 2005 waren es rund 3.500. Kursangebote des zweiten Bildungsweges
finden sich in Wien an insgesamt sieben Standorten - an den
Volkshochschulen Favoriten, Floridsdorf, Hietzing, Meidling,
Ottakring, Rudolfsheim und am polycollege.

Rückfragehinweis:

und Fotos und für die Zusendung 
   der Broschüre wenden Sie sich bitte an: 
   
   Mag. Thomas Faast 
   
   Tel.: +43 1 588 39 44 
   Fax: +43 1 586 69 71 
   Mobil: +43 699 122 34 010 
   E-mail: faast@feei.at

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