Hilfswerk freut sich über Teilerfolg bei Spendenabsetzbarkeit

Präsident Othmar Karas "Meilenstein in unseren jahrelangen Bemühungen zur steuerlichen Berücksichtigung von Spenden"

Wien (OTS) - Die Initiative und das Engagement des Hilfswerks und der anderen Spendenorganisationen hat in der Frage der Spendenabsetzbarkeit einen wichtigen Teilerfolg gezeitigt:
Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat heute, Dienstag, einen Gesetzesentwurf präsentiert, der die Arbeit der von Hilfswerk-Präsident Othmar Karas und Grasser initiierten gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Vertretern von NPOs und der Ministerien BMF, BMSG und BMaA in einen Gesetzestext fasst.

"So weit waren wir in dieser Frage noch nie!", begrüßt Hilfswerk-Präsident Othmar Karas die Entwicklung,"nach jahrzentelanger Diskussion in dieser Frage liegt nunmehr erstmals ein Entwurf vor, der sowohl von den Experten des Finanzministeriums als auch von den NGOs und dem Finanzminister selbst mitgetragen wird". Karas fordert nun eine rasche Umsetzung: "Die Verwirklichung der Spendenabsetzbarkeit muss eine der ersten Maßnahmen in der kommenden Legislaturperiode sein. Es gibt keinen Grund länger zu warten. Österreich muss endlich die rote Laterne in Europa abgeben und humanitäre Spenden absetzbar machen! Denn Solidarität muss endlich honoriert werden, der Wohlfahrtsgewinn infolge höherer Spenden zahlt sich ja auch für den Staat aus!"

Die Chronologie der Arbeitsgruppe Spendenabsetzbarkeit: Am 16. Jänner 2005 vereinbarten Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Hilfswerk-Präsident Othmar Karas die Einsetzung einer Arbeitsgruppe. Am 16. Februar 2005 wurde bei einem Spendengipfel mit den größten NPOs im Finanzministerium die weitere Vorgangsweise beschlossen. Von 7. April 2005 bis 24. Jänner 2006 analysierte die eingesetzte Arbeitsgruppe in 7 Sitzungen die Spendenvolumina und -modelle Österreichs und vergleichbarer Länder, mögliche Kosten und Steuerausfälle sowie Kontrollmechanismen. Schließlich einigte sich die Arbeitsgruppe auf ein gemeinsames Papier, das die Grundlage für den heute, am 25. April 2006, von Finanzminister Karl-Heinz Grasser präsentierten Gesetzesentwurf bildet.

Eckpunkte der neuen Regelung sind: Absetzbarkeit von Spenden für humanitäre, soziale und ökologische Zwecke sowie für Entwicklungszusammenarbeit bis zu 10% des Jahresgewinns (Unternehmen) bzw des Jahreseinkommens (Private).

Das Österreichische Hilfswerk ist mit seinen Landesverbänden und dem Hilfswerk Austria einer der größten österreichischen Anbieter sozialer Dienstleistungen. Es beschäftigt 7.370 MitarbeiterInnen und erwirtschaftet in den Geschäftsbereichen Hilfe und Pflege, Kinder-und Jugendbetreuung, sowie Beratung und Bildung einen Jahresumsatz von Euro 137 Millionen und ist auch als Hilfsorganisation in Krisengebieten sehr aktiv. Das Hilfswerk erhält jährlich Spendeneinnahmen von rund 2,5 Millionen Euro.

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