Weinzinger: Schluss mit Frauen-Benachteiligung in der Medizin

Frauenanteil in Spitzenpositionen von Medizin und Forschung muss erhöht werden

Wien (OTS) - "Schluss mit der Frauen-Benachteiligung in der
Medizin: Frauen und ihre Interessen müssen im Gesundheitswesen stärker verankert werden", fordert die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger. Das beginne bereits bei der Behandlung, denn am Beispiel des Herzinfarktes werde erschreckend sichtbar, dass Frauen noch immer mit falscher Medikamentierung und mit grundlegenden Problemen bei der Rehabilitation und Prävention konfrontiert seien. "Eine geschlechterdifferenzierte Sichtweise würde eine bessere Diagnostik sowie eine Erhöhung der Behandlungsqualität für Frauen und Männer zur Folge haben", meint Weinzinger.

Ebenso großen Handlungsbedarf sieht Weinzinger auf dem Gebiet der Erforschung von Medikamentennebenwirkungen. "Auf Beipacktexten finden sich bisher keine oder kaum Hinweise auf geschlechtsspezifische Wirkung oder Nebenwirkung von Medikamenten und ihre unterschiedlichen Dosierungen für Frauen und Männer. Die Grünen fordern daher die Finanzierung von epidemiologischen Untersuchungen zu Vorkommen und Behandlung von frauenspezifischen Erkrankungsbildern", so Weinzinger.
Auch im Bereich der beruflichen Tätigkeit im Gesundheitswesen zeige sich die Benachteiligung von Frauen. Während 78 Prozent der Angehörigen von Gesundheitsberufen Frauen sind, ist der Frauenanteil in Führungspositionen ein sehr geringer. Nur neun Prozent der PrimarärztInnen und UniversitätsprofessorInnen sind Frauen. "Karrierechancen für Frauen sind nur mangelhaft entwickelt und frauenspezifische Lebenssituationen werden zu wenig berücksichtigt. Es ist daher dringend notwendig Maßnahmen zu treffen, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen in Medizin und Forschung zu erhöhen" fordert Weinzinger abschließend.

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