Sieben Millionen Euro für "Politstrecke"

Dörfler gesteht parteipolitischen Hintergrund für 160-kmh-Teststrecke ein

Klagenfurt (OTS) - Als völlig unverhältnismäßig kritisierte heute Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher die kolportierten Kosten von bis zu sieben Millionen Euro für die Einrichtung einer so genannten Teststrecke auf der Tauernautobahn. Während sich die Bevölkerung im Rest des Landes über ruinierte Straßen ärgere und von Schlagloch zu Frostaufbruch holpere, würden Minister Gorbach und der Kärntner Landesrat Dörfler rund ein Viertel der zur Gesamtsanierung notwendigen Mittel für eine vollkommen unnötige Versuchsstrecke verplempern. Pacher: "Als geradezu dreist empfinde ich es, wenn Dörfler unverhohlen zugibt, dass es sich bei dem ganzen Vorhaben um eine 'Politstrecke' handelt. Als ob wir keine anderen Probleme hätten!"

Damit habe Dörfler allerdings nur eingestanden, was ohnehin jeder interessierte Beobachter in Kärnten längst wisse: Bei der Diskussion um Tempo 160 gehe es bestenfalls am Rande um die Verkehrssicherheit, im Vordergrund stehe die Parteipolitik. Dabei gebe es auf Kärntens Straßen mehr als genug zu tun, der Zustand vieler Landesstraßen nach dem langen Winter sei ein Armutszeugnis für die öffentliche Verwaltung und eine Gefahrenquelle für den Verkehr. Pacher: "Für Signalanlagen und Messeinrichtungen auf ein paar Kilometern Autobahn sieben Millionen Euro auszugeben, ist eine Verhöhnung des Steuerzahlers!"

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