Khol eröffnet Ausstellung "Das 10. Bundesland" im Parlament "Echtes Briefwahlrecht" für Auslandsösterreicher gefordert

Wien (PK) - Bitte Sperrfirst beachten: Dienstag, 25. April, 17.30 Uhr

Anlässlich der heutigen Eröffnung der Ausstellung
"Das 10. Bundesland – Die Auslandsösterreicher in aller Welt" im Parlament ließ Nationalratspräsident Dr. Andreas Khol mit zwei politischen Forderungen aufhorchen. Neben der schon mehrmals geforderten Einführung eines echten Briefwahlrechts nannte er
eine institutionalisierte Vertretung der Auslandsösterreicher im österreichischen Parlament als Ziel. Als Vorbild nannte Khol in diesem Zusammenhang Italien und Frankreich. Khol lobte den Auslandsösterreicher-Weltbund (AÖWB), der Thema und Mitveranstalter der heute eröffneten Ausstellung im Hohen Haus
ist, als "einzige große Interessenvertretung für die im Ausland lebenden Staatsbürger in politischer, sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht". Der Nationalratspräsident betonte gleichzeitig die Einzigartigkeit dieser Organisation: "Nur sehr wenige Länder in der Welt haben eine vergleichbare Organisation für ihre im Ausland lebenden Landsleute."

Khol bezeichnete die Auslandsösterreicher mit ihrem beruflichen
und gesellschaftlichen Status in den Gastländern sowie ihrem Bekenntnis zu ihrer österreichischen Heimat als "unschätzbare private Botschafter für ihr Heimatland Österreich". Denn, so der Nationalratspräsident, "viele von ihnen denken – in Erkenntnis über den Wert und die Bedeutung ihres Vaterlandes – oft heimat-verbundener und rot-weiß-roter als ihre ausschließlich im Inland lebenden Mitbürger".

Der AÖWB versteht sich als Netzwerk für alle Auslandsösterreicher und setzt vor allem das Internet als modernes Mittel ein. So
besteht auf der Homepage www.weltbund.at ein Internetforum mit weltweiter Chatmöglichkeit für alle im Ausland lebenden Österreicher. Außerdem gibt die Organisation vier Mal im Jahr das Auslandsösterreicher-Journal "ROTWEISSROT" heraus, das weltweit
an alle Botschaften, Konsulate, Kulturforen und
Außenhandelsstellen geht und auch von offiziellen Organisationen und Meinungsträgern im Inland bezogen wird. Khol bezeichnete das Magazin als "Beitrag zur Bewusstseinsbildung über das große Potential der im Ausland lebenden Österreicher".

Der Nationalratspräsident wies auch auf das alljährlich stattfindende Treffen aller Auslandsösterreicher hin: An dieser Weltbundtagung, die rotierend immer in einem anderen Bundesland Österreichs stattfindet, nehmen jährlich 500 bis 800 Auslandsösterreicher teil. Im Rahmen der Tagung wird jährlich ein "Auslandsösterreicher des Jahres" ausgezeichnet.

Die Ausstellung im Parlament behandelt Fragen im Zusammenhang mit den im Ausland lebenden Österreichern: So wird das Thema "Wer ist Auslandsösterreicher" ebenso beleuchtet wie die Frage, was das
Wort "Heimat" für die Auslandsösterreicher bedeutet. Außerdem erhält man Auskunft über die historische Entwicklung der Auswanderungsbewegung und deren soziokulturelle Hintergründe.

Nicht zuletzt werden die Leistungen der Auslandsösterreicher in
den beruflichen, humanitären und künstlerischen Bereichen gewürdigt: Dabei sind auch die österreichischen Nobelpreisträger im Ausland ein Thema. (Schluss)

Bitte Sperrfirst beachten: Dienstag, 25. April, 17.30 Uhr

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