Grüne: Hortförderung für alle sozial schwachen Kinder in Niederösterreich

Weiderbauer: "Familienland NÖ sollte alle Kinder gleich behandeln

St. Pölten (Grüne) - Die Praxis der Hortförderung in Niederösterreich stößt auf Kritik bei den Grünen. Das Land Niederösterreich unterstützt nur Kinder von ÖsterreicherInnen und EU-BürgerInnen. Alle anderen Kinder erhalten keine finanzielle Unterstützung. "Das Familienland Niederösterreich sollte nicht Kinder erster und zweiter Klasse schaffen", so der Bildungssprecher der NÖ Grünen, Emmerich Weiderbauer. Im Jahr 2005 erhielten landesweit 855 Kinder im Durchschnitt 80 Euro pro Monat für den Hortbesuch. Nach Ansicht der zuständigen Landesrätin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) wäre eine "schrankenlose Gewährung" der Hortförderung zu kostspielig.

Ein Ansicht, die die Grünen absolut nicht teilen. Weiderbauer:
"Gerade Kinder aus sozial schwachen Einwandererfamilien brauchen diese Förderung, weil eine außerschulische Betreuung für diese Kinder besonders wichtig ist." Insgesamt muss das Land auch stärker seine Finanzverantwortung übernehmen und darf die Gemeinden dabei nicht im Regen stehen lassen. Die Grünen fordern umgehend, allen Kindern in Niederösterreich diese Unterstützung zu geben. "Noch vor Tagen wurde von der ÖVP ein großes Bildungspaket angekündigt. Nun stellt sich heraus, dass dies offenbar nur für Inländerkinder bzw. EU-BürgerInnen gelten soll", so Weiderbauer. Die Grünen werden in der kommenden Landtagssitzung einen Antrag zur Hortförderung für alle Kinder einbringen.

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