• 25.04.2006, 09:44:11
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Gorbach zu Tschernobyl-Jahrestag: Europa soll atomfrei werden

Österreich beispielgebend - Alternative Energiequellen noch stärker fördern

Wien (OTS) - "Österreich sollte in der Energiepolitik
beispielgebend für alle sein und mutig den Weg in Richtung atomfreies
Europa gehen. Ich habe mich immer gegen Atompolitik ausgesprochen und
bin davon überzeugt, dass wir die Generationen nach uns nicht mit
Risiken belasten dürfen, die nach wie vor stark unterschätzt werden.
Weder neue Atomkraftwerk-Standorte noch eine Erweiterung zum Beispiel
des Schrottreaktors Temelin sind für mich akzeptabel", betonte
Vizekanzler Infrastrukturminister Hubert Gorbach anlässlich des
morgigen Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl.*****

Gorbach unterstützt seit ihrem Beginn die Aktion "Vorarlberg hilft
Strahlenopfern", die seit fünfzehn Jahren überlebensnotwendige
Medikamente zur Behandlung leukämiekranker Kinder bringt und
Patenschaften ins Leben gerufen hat. Eine solche Patenschaft hält
Vizekanzler Hubert Gorbach seit vielen Jahren aufrecht. Aus dem
damals leukämiekranken Kind ist ein Erwachsener geworden.

"Vor 20 Jahren wurde durch das schwerste Unglück in der zivilen
Nutzung der Atomkraft klar, dass die Atomenergie nicht die Zukunft
Europas sein kann. Ich erwarte mir über Partei- und Landesgrenzen
hinaus ein einheitliches Auftreten für ein atomfreies Europa. Denn
hinter all diesen Problemen steckt - spätestens seit Tschernobyl -
immer wieder die Frage "Was wäre wenn". Und das zu negieren, ist
weder nachbarschaftlich in Ordnung noch visionär", erklärte Gorbach.
Der Mensch habe die Atomenergie nicht immer zu 100 Prozent im Griff,
laute seine feste Überzeugung.

Er wünsche sich daher eine klare Positionierung Österreichs in der
Europäischen Union. "Wir müssen einfach noch stärker auf alternative
Energieformen setzen", betonte der Vizekanzler. Er werde daher die
nichtnukleare Energieforschung weiter vorantreiben. "Wir fördern
viele Programme, die sich insbesondere auf Bioenergie oder solares
Heizen und Kühlen konzentrieren. Österreich ist ja im Bereich der
Nutzung erneuerbarer Energie vorbildlich. Ich hoffe, dass da
möglichst viele andere Staaten schnellstens nachziehen" erklärte
Gorbach abschließend. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Mag. Carl Ferrari-Brunnenfeld
Pressesprecher
BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Tel.: (++43-1) 53 115/2142
mailto:carl.ferrari-brunnenfeld@bmvit.gv.at

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