WGKK musste 2005 das Bundesbudget mit 132,7 Mio. Euro stützen

Ohne Hilfe für den Finanzminister hätte die WGKK 2005 einen Überschuss von 57 Mio. Euro

Wien (OTS) - Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) wurde seit dem Jahr 2000 durch zahlreiche gesetzliche Maßnahmen gezwungen, das Bundesbudget finanziell zu unterstützen. In den letzten sechs Jahren sind so 376,7 Mio. Euro an das Bundesbudget abgeflossen und fehlen für Versicherungsleistungen. Allein im Jahr 2005 fehlten 132,7 Mio. Euro zugunsten des Budgets und zu Lasten der Versichertengemeinschaft. Dem gegenüber betrug der Bilanzverlust der Kasse im letzten Jahr 75,4 Mio. Euro. Ohne gesetzlich erzwungene Budgetstützen hätte die WGKK 2005 einen Überschuss von 57,3 Mio. zu verbuchen.

Seit dem Jahr 2000, besonders aber seit 2002, hat der Gesetzgeber dafür gesorgt, dass den Gebietskrankenkassen sowohl Mittel vorenthalten als auch beträchtliche Mittel direkt entzogen wurden. Die bei der Generalversammlung der WGKK diesbezüglich vorgelegten Zahlen für das abgelaufene Jahr sehen im Detail wie folgt aus:

+ Senkung des Bundesbeitrages für die Krankenversicherung der Pensionisten (Hebesatz): -51.410.622 Euro + Vorenthaltener Bundesbeitrag für die Krankenversicherung der Arbeitslosen: -47.258.390 Euro + Unvollständiger Steuerausgleich: -20.501.853 Euro + Übertragung von Bundesanteilen für die Spitalsfinanzierung auf die Kasse: -10.276.308 Euro + Übertragung von Bundesaufgaben auf die Krankenversicherung: - 1.631.830 Euro + Senkung des Bundesbeitrages für die Krankenversicherung der Zivildiener: -1.610.343 Euro

Ohne diese Quersubventionierung des Budgets des Bundes hätte die WGKK 2005 kein Abgang von 75,4 Mio. Euro, sondern ein Überschuss von 57,3 Mio. Euro zu verzeichnen. Eine Analyse der Gebarung der letzten vier Jahre zeigt, dass die WGKK ohne gesetzlich erzwungene Stützung des Bundesbudgets über die Periode von 2002 bis 2005 ausgeglichen bilanziert hätte.

Im eigenen Wirkungsbereich kann die WGKK auf einen erfolgreichen Sparkurs in der Verwaltung und eine maßvolle Vertragspartnerpolitik verweisen:

Der Verwaltungsaufwand der Kasse liegt 2005 real unter dem Wert von 1999. Damit ist die WGKK im Spitzenfeld jeder Krankenversicherungsträger mit den niedrigsten Verwaltungskosten.

Der zu Beginn des Jahres 2004 so heftig umstrittene neue Wiener Ärztevertrag stellte sich als höchst erfolgreich heraus: Ein externes Controlling ermittelte, dass die Honorarsteigerungen deutlich unter dem angepeilten Zielwert blieben und der Generikaanteil bei den Medikamentenverschreibungen deutlich angehoben werden konnte.

Insgesamt muss die finanzielle Entwicklung im Bereich der Gebietskrankenkassen als besorgniserregend eingestuft werden. Mit einem Abgang von 2 Prozent der Einnahmen rangiert die WGKK im Durchschnitt der Gebietskrankenkassen. Das bedeutet, dass im Vorjahr fünf Gebietskrankenkassen auf Grund ihrer strukturellen Rahmenbedingungen einen relativ höheren Bilanzverlust ausweisen mussten, als die WGKK.

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