• 25.04.2006, 09:27:45
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WGKK musste 2005 das Bundesbudget mit 132,7 Mio. Euro stützen

Ohne Hilfe für den Finanzminister hätte die WGKK 2005 einen Überschuss von 57 Mio. Euro

Wien (OTS) - Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) wurde seit dem
Jahr 2000 durch zahlreiche gesetzliche Maßnahmen gezwungen, das
Bundesbudget finanziell zu unterstützen. In den letzten sechs Jahren
sind so 376,7 Mio. Euro an das Bundesbudget abgeflossen und fehlen
für Versicherungsleistungen. Allein im Jahr 2005 fehlten 132,7 Mio.
Euro zugunsten des Budgets und zu Lasten der
Versichertengemeinschaft. Dem gegenüber betrug der Bilanzverlust der
Kasse im letzten Jahr 75,4 Mio. Euro. Ohne gesetzlich erzwungene
Budgetstützen hätte die WGKK 2005 einen Überschuss von 57,3 Mio. zu
verbuchen.

Seit dem Jahr 2000, besonders aber seit 2002, hat der Gesetzgeber
dafür gesorgt, dass den Gebietskrankenkassen sowohl Mittel
vorenthalten als auch beträchtliche Mittel direkt entzogen wurden.
Die bei der Generalversammlung der WGKK diesbezüglich vorgelegten
Zahlen für das abgelaufene Jahr sehen im Detail wie folgt aus:

+ Senkung des Bundesbeitrages für die Krankenversicherung der 
   Pensionisten (Hebesatz): -51.410.622 Euro
 + Vorenthaltener Bundesbeitrag für die Krankenversicherung der 
   Arbeitslosen: -47.258.390 Euro
 + Unvollständiger Steuerausgleich: -20.501.853 Euro
 + Übertragung von Bundesanteilen für die Spitalsfinanzierung auf 
   die Kasse: -10.276.308 Euro
 + Übertragung von Bundesaufgaben auf die Krankenversicherung: -
   1.631.830 Euro
 + Senkung des Bundesbeitrages für die Krankenversicherung der 
   Zivildiener: -1.610.343 Euro

Ohne diese Quersubventionierung des Budgets des Bundes hätte die
WGKK 2005 kein Abgang von 75,4 Mio. Euro, sondern ein Überschuss von
57,3 Mio. Euro zu verzeichnen. Eine Analyse der Gebarung der letzten
vier Jahre zeigt, dass die WGKK ohne gesetzlich erzwungene Stützung
des Bundesbudgets über die Periode von 2002 bis 2005 ausgeglichen
bilanziert hätte.

Im eigenen Wirkungsbereich kann die WGKK auf einen erfolgreichen
Sparkurs in der Verwaltung und eine maßvolle Vertragspartnerpolitik
verweisen:

Der Verwaltungsaufwand der Kasse liegt 2005 real unter dem Wert
von 1999. Damit ist die WGKK im Spitzenfeld jeder
Krankenversicherungsträger mit den niedrigsten Verwaltungskosten.

Der zu Beginn des Jahres 2004 so heftig umstrittene neue Wiener
Ärztevertrag stellte sich als höchst erfolgreich heraus: Ein externes
Controlling ermittelte, dass die Honorarsteigerungen deutlich unter
dem angepeilten Zielwert blieben und der Generikaanteil bei den
Medikamentenverschreibungen deutlich angehoben werden konnte.

Insgesamt muss die finanzielle Entwicklung im Bereich der
Gebietskrankenkassen als besorgniserregend eingestuft werden. Mit
einem Abgang von 2 Prozent der Einnahmen rangiert die WGKK im
Durchschnitt der Gebietskrankenkassen. Das bedeutet, dass im Vorjahr
fünf Gebietskrankenkassen auf Grund ihrer strukturellen
Rahmenbedingungen einen relativ höheren Bilanzverlust ausweisen
mussten, als die WGKK.

Rückfragehinweis:

Mag. Jan Pazourek
   WGKK - Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 60 122 - 2254 oder 0664 - 31 31 794
   mailto:jan.pazourek@wgkk.sozvers.at
   http://www.wgkk.at

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