EMAS-Umweltmanagement-Konferenz in Wien

Freiwillige Zertifizierung als wichtiger Schritt zu nachhaltigem Umweltschutz

Wien (OTS) - Im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs, findet am 28. und 29. April die Internationale Konferenz EMICO 2006 in Wien statt. Dabei stehen nachhaltige Managementsysteme und innovative Technologien im Vordergrund. Am 27. April geht die EMAS-Conference 2006 zum Thema "EMAS - Education And Training" im Wiener Rathaus über die Bühne. Hier werden Best-Practice-Beispiele sowie die erfolgreiche Kooperationsmöglichkeiten und Synergien zwischen Wirtschaft und Bildung aufgezeigt. Im Rahmen der Konferenz wird Umweltminister Josef Pröll die EMAS-Preise für die erfolgreiche Umsetzung von Umweltmanagement verleihen.

EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist seit 1993 das europäische System für Umweltmanagement. Die Teilnahme bedeutet die freiwillige Verpflichtung die Umweltleistungen kontinuierlich zu verbessern. EMAS greift als vorsorgendes, nachhaltiges Instrument im Umweltschutz die Eigenverantwortung von Organisationen auf und ermöglicht es umweltbewussten, innovativen Unternehmen und Organisationen durch ein anerkanntes Umweltmanagementsystem ihre Rechtskonformität zu wahren, zu dokumentieren und ihre Umweltleistungen in der Umwelterklärung darzustellen. EMAS steht allen Organisationen der Privatwirtschaft sowie dem öffentlichen Sektor offen.

Das Lebensministerium hat das Umweltmanagementsystem EMAS 2000 http://www.emas.eingeführt. "Die Erfahrung mit EMAS zeigt, dass auch in der Verwaltung Umweltschutz durch nachhaltiges Wirtschaften gelebt werden kann", so Pröll. Dies habe sich insbesondere durch Einsparungen im Energie- und Wasserbereich und der Reduktion des Papierverbrauchs sowie der Abfallmengen gezeigt. In diesen Bereichen konnten spürbare Kostensenkungen erzielt werden.

Um EMAS effektiv durchzuführen, sind sieben Schritte erforderlich:
die Durchführung einer Umweltprüfung um die Umweltauswirkungen die durch Produktionsverfahren, Produkte und Dienstleistungen entstehen können zu erfassen. Dabei werden auch Bewertungsmethoden sowie allfällige Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt. In einem weiteren Schritt formulier die Organisation ihre Ziele und Maßnahmen zum Umweltschutz. Das bedeutet, dass die Organisation sich zu ihren Zielen und Maßnahmen bekennt. Zur Implementierung eines wirksamen Umweltmanagementsystems müssen Aufgaben, Verantwortlichkeiten festgelegt werden. Daher erfolgt im dritten Schritt die Einführung des passenden Umweltmanagementsystems.

Danach kommt es zur Durchführung einer Umweltbetriebsprüfung, die Klarheit darüber verschaffen soll, ob das Umweltmanagementsystem auch wie geplant funktioniert. Hierbei gilt es allfällige Mängel zu beseitigen und weitere Verbesserungen zu erzielen. Im fünften Schritt folgt eine Erstellung der Umwelterklärung, die das "Kommunikationsinstrument" nach außen - gegenüber Behörden, Kunden und Zulieferern - darstellt. Die Gültigkeitserklärung der Umweltprüfung muss von einem zugelassenen Umweltgutachter überprüft werden. Schließlich wird die für gültig erklärte Umwelterklärung dem Umweltbundesamt zur Eintragung übermittelt und öffentlich zugänglich gemacht. Die Organisation wird in einem öffentlichen Register eingetragen und darf das EMAS-Zeichen verwenden.

Weitere Informationen auf www.emasconference2006.at bzw. www.emas.gv.at

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