Mehr Fluglärm für weniger Lebensqualität?

Wien (OTS) - Mit völligem Unverständnis hat die Österreich-Plattform Fluglärm die Broschüre "Lautschrift" des Umweltministers zur Kenntnis genommen.
Maßnahmen gegen Fluglärm sucht man in diesem Papier vergebens. Es wird eingeräumt, dass Flugzeuge die höchste Belästigungswirkung hervorrufen; Aktionspläne werden allerdings erst bei 65 dB, bei Straßenlärm hingegen schon bei 60 dB angedacht. In der Vorarbeit zum Bundes-Umgebungslärmschutzgesetz wurden die grundlegendsten Einwendungen der Länder und Fachgremien ohne jede Begründung ignoriert; Umweltministerium und Verkehrsministerium haben dabei konsequent an einem Strang gezogen. Die Chance, Flughäfen und ihre Nachbarschaft aufeinander abzustimmen, ist vorerst vertan, Konflikte um die kommenden Flughafenerweiterungen sind vorprogrammiert. Das vielfach strapazierte "Anliegen" einer Verminderung der Lärmbelastung wurde im Bereich Fluglärm jedenfalls eindeutig verfehlt.
"Eine derartige Blockade auch noch als Erfolgsmeldung zu verkaufen, ist aus unserer Sicht blanker Hohn" meint die Sprecherin der Österreich-Plattform Fluglärm, Susanne Rynesch. "Das Mediationsverfahren Flughafen Wien hat vorgezeigt, dass Flugverkehr und Berücksichtigung von Umweltschutzinteressen einander keineswegs ausschließen. Aber es müssen wohl die Betroffenen jene Arbeit auf sich nehmen, die eigentlich Gesetzgeber und Behörden tun sollten. Die Politik ist dazu offenbar weder willens noch fähig!", so Rynesch abschließend.

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