Plassnik: "Neuseeland - Nachbar im Wertesystem ungeachtet geographischer Distanz"

EU-Troika auf Außenministerebene mit Neuseeland

Wien (OTS) - Heute fand in Wien das Außenministertreffen der EU-Troika mit Neuseeland statt, an dem neben Außenministerin Ursula Plassnik ihr neuseeländischer Amtskollege Winston Peters und die EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und Europäische Nachbarschaftspolitik, Benita Ferrero-Waldner, teilnahmen.

Hauptgesprächsthema waren die Beziehungen zwischen der EU und Neuseeland. "Ungeachtet der geographischen Distanz ist Neuseeland im Hinblick auf unser gemeinsames Wertesystem ein Nachbar für die Europäische Union und mit uns in vielen zentralen Fragen eng verbunden. Wir teilen das Engagement und das Bekenntnis zum effektiven Multilateralismus, zur Rolle der UNO, zum Schutz der Menschenrechte und zu einer nachhaltigen Umweltpolitik", sagte Plassnik, die darauf verwies, dass Neuseeland und die EU in diesen Bereichen traditionell eng zusammenarbeiten.

Gegenstand der Gespräche waren auch die regionalen Entwicklungen im asiatisch-pazifischen Raum und insbesondere im Südpazifik. "Neuseeland ist ein zentraler Akteur im südpazifischen Raum und engagiert sich für die verstärkte regionale Integration im asiatisch-pazifischen Raum. Die EU möchte ihr politisches und wirtschaftliches Engagement im südpazifischen Raum ausbauen. Ziel ist es zu höherer Stabilität, wirtschaftlicher Entwicklung und verantwortungsbewusster Regierungsführung in der Region beizutragen. Bei diesem Engagement werden wir uns in Zukunft mit Neuseeland noch stärker abstimmen", so die Außenministerin. Anlässlich der kommenden Wahlen auf den Fidschi-Inseln werde die EU erstmals eine Wahlbeobachtungsmission in die Region entsenden.

In Bezug auf ein so genanntes "Working Holiday Agreement", wodurch jährlich einer bestimmter Zahl junger Staatsangehöriger beider Länder während ihres Urlaubsaufenthaltes im jeweils anderen Land die Ausübung unselbständiger Erwerbstätigkeit ermöglicht würde, erklärte Plassnik, dass sich Österreich des diesbezüglichen Wunsches Neuseelands bewusst sei, ein solches Abkommen bedürfe aber einer genauen Analyse.

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