Kaiser. Warum schweigt Hypo-Aufsichtsratsvorsitzender Moser?

SPÖ sieht politische Verantwortung für Spekulationsverluste bei Jörg Haider - Kaiser mahnt Konsequenzen ein

Klagenfurt (SP-KTN) - Mit Kritik in der Causa Hypo meldet sich am Dienstag der Klubobmann der Kärntner Sozialdemokraten, Peter Kaiser, zu Wort. Konkret kritisiert Kaiser die Rolle des Hypo-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Karl-Heinz Moser und insbesondere dessen Schweigen. "Ich frage mich, wofür es einen Aufsichtsratsvorsitzenden braucht, wenn dieser zu gravierenden Vorgängen wie Spekulationsverlusten in Millionenhöhe (Gegenwert von rund 2000 Einfamilienhäusern) eisern schweigt", kritisiert Kaiser.

Es dränge sich die Frage auf, worin dieses Schweigen begründet sei und ob es möglicherweise eine Information Haiders durch Moser gegeben habe", so Kaiser. Einem aktuellen Bericht einer Kärntner Tageszeitung (Kleine Zeitung, 18. April 2006, Seite 24) zufolge soll Moser über die Swap-Verluste bereits im Frühsommer 2005 informiert worden sein. Kaiser: "Herr Aufsichstratsvorsitzender Dr. Moser! Seit wann wissen Sie konkret von dem Verlust und wann haben Sie Jörg Haider informiert oder eine Information Haiders veranlasst?"

Neuerlich scharfe Kritik übt der SPÖ-Klubobmann auch an Haider. Kaiser: "Haider hat als Landesaufsicht nicht bloß das Recht, sondern die Verpflichtung gehabt, sich um die Finanzen in der Hypo zu kümmern. Er trägt die politische Verantwortung für einen unvorstellbaren finanziellen Verlust für die Kärntner SteuerzahlerInnen". Es sei bezeichnend, dass Haider stets bei anderen Anlässen Rücktritte fordere und Konsequenzen einmahne, in seinen eigenen Bereichen aber jegliche Konsequenzen vermissen lässt.

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