Spindelegger verwundert über Petritsch-Aussagen

Außenpolitischer Sprecher der ÖVP: "Petritsch distanziert sich von guter Tradition der Österreichischen Außenpolitik"

Wien (ÖVP-PK) - Äußerst verwundert ist der außenpolitische Sprecher und Klubobmann-Stellvertreter der ÖVP, Abg. Dr. Michael Spindelegger, über die Aussagen von Wolfgang Petritsch in der heutigen Ausgabe der "Presse", wonach Österreich und die Europäische Union für die Balkan-Staaten und Südosteuropa zu wenig getan haben bzw. tun. "Gerade Petritsch als ehemaliger Repräsentant in Sarajewo müsste wissen, wie viel gerade Österreich für seine Nachbarstaaten und den südosteuropäischen Raum getan hat und jetzt in die EU-Präsidentschaft einbringt", so Spindelegger heute, Dienstag. ****

"Es ist traurig, Petritsch daran erinnern zu müssen, dass Österreich eine langjährige Tradition in der Unterstützung der südosteuropäischen Staaten hat und bereits 1990, als der Eiserne Vorhang noch nicht aus den Köpfen verschwunden war, bereits zu einer Konferenz in Wien eingeladen hatte, die als Markstein der Ostöffnung der EU gilt", erinnerte Spindelegger an den von Josef Riegler und Erhard Busek damals initiierten "Runden Tisch Europa". "Petritsch distanziert sich damit von der guten Tradition der österreichischen Außenpolitik und kritisiert sie wider besseren Wissens. Die Balkan-Stabilisierung und die europäische Perspektive sind langfristige, gute, konsequent und erfolgreich verfolgte Ziele unserer Außenpolitik, die wir jetzt auch in die europäische Außenpolitik eingebracht haben."

"Offensichtlich will Petritsch mit seinen Aussagen der SPÖ einen Befähigungsnachweis für höhere außenpolitische Weihen liefern und stimmt daher ungeprüft in den roten euroskeptischen Chor ein. Doch das ist ihm gründlich misslungen. Seine Kolleginnen und Kollegen im Außenamt wird es jedenfalls nicht sehr freuen, unsachliche und ungerechtfertigte Kritik des Außenamts-Beamten Petritsch in der Zeitung lesen zu müssen", meinte Spindelegger weiter. "Welche Funktion hat Petritsch eigentlich dazu ermutigt, sich auf das hohe Ross dessen zu schwingen, der die eigenen Kollegen ‚anschüttet’ und deren Arbeit als gerade ‚passabel’ abqualifiziert?"

Der ÖVP-Politiker abschließend: "Schließlich möchte ich Petritsch auch daran erinnern, dass er zu einer Zeit Botschafter in Belgrad war, die in den derzeitigen Ermittlungen und medialen Aufarbeitungen als relevante Zeit in der Visa-Affäre gesehen wird. Vielleicht könnte er einmal erklären, was konkret seine Rolle in der gesamten Geschichte war."
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