Jahrestag Tschernobyl: FPÖ verlangt Energiewende und Ausstieg aus Euratom-Vertrag

Hofer: Österreich muß energieautonom werden - FPÖ lehnt Anti-Ökostromgesetz ab

Wien (OTS) - Vor knapp 20 Jahren hat der Supergau von Tschernobyl der Welt eindrucksvoll vor Augen geführt, daß auch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie mit enormen Risken verbunden ist. Die FPÖ warnt in diesem Zusammenhang vor einer Renaissance der Nutzung von Atomenergie in den EU-Mitgliedsländern und fordert den Ausstieg Österreichs aus dem Euratom-Vertrag.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Der Euratom-Vertrag hat uns bis dato rund 100 Millionen Euro gekostet. Wir unterstützen mit diesen Geldern de facto die Atomlobby. Das widerspricht den Zielen der heimischen Energiepolitik. Denn die Mehrheit der Österreicher hat sich schon 1978 gegen die Nutzung der Atomenergie entschieden. Daher ist es schade, daß Österreich heute schon doppelt so viel Atomstrom importiert, wie Zwentendorf produziert hätte."

Die FPÖ fordert zudem SPÖ und ÖVP auf, ihren Beschluß über ein "Anti-Ökostromgesetz", der bereits im Wirtschaftsausschuß gefallen ist, im Nationalrat nicht zu vollziehen.

Norbert Hofer: "Dieser Gesetzesentwurf wird unweigerlich eine starke Zunahme von Atomstromimporten zur Folge haben. Es ist geradezu dumm, neue Gaskraftwerke auf Kosten des Ökostroms finanziell zu fördern. Gas macht uns immer mehr vom Ausland abhängig. Wenn wir die heimischen Ressourcen nützen, können wir Österreich innerhalb von 20 Jahren energieautonom machen. Doch wenn jetzt die falschen Weichenstellungen vorgenommen werden, kann dieses Ziel nicht erreicht werden."

Die FPÖ unterstreicht, daß die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zwangsweise eine steigende finanzielle Belastung für die heimische Wirtschaft und Privathaushalte zur Folge haben muß. Hofer: "Die weltweit steigende Nachfrage aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums in bevölkerungsreichen Staaten wie China oder Indien und in einigen osteuropäischen Staaten muß für Österreichs Politik mit Maßnahmen zur Nutzung der heimischen Ressourcen beantwortet werden. Wenn der vorliegende Text über das Anti-Ökostromgesetz beschlossen wird, erreichen wir das Gegenteil."

Der Oberösterreichische Landtag hat sich in einer Resolution bereits gegen den vorliegenden Beschluß des Wirtschaftsausschusses ausgesprochen und verlangt Neuverhandlungen.

Rückfragen & Kontakt:

Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl
Bundespressereferent
+43-664-4401629
karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFP0001