ÖAMTC: S1 Eröffnung kommt zu spät - Lückenschluss zur A22 fehlt

Club-Experte kritisiert: Wiener Straßenbauprojekte werden zu langsam umgesetzt

Wien (OTS) - "Die Eröffnung der S1 im Süden von Wien ist sicher ein Meilenstein, aber er wird um 15 Jahre zu spät gesetzt", sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke. "Ohne die fehlende Donauquerung und den Lückenschluss zur A22 ist die S1 Süd nur wenig wirksam." Laut Projektunterlagen wird die A23 durch die neue Schnellstraße um 10 bis 20 Prozent entlastet. "Bei Spitzenüberlastungen von 180.000 Fahrzeugen pro Tag, wird davon aber nicht viel zu spüren sein. Die Praterbrücke zwischen dem Knoten Kaisermühlen und dem Knoten Prater bleibt weiterhin der Staupunkt Nummer eins in Österreich", kritisiert Matzke.

Laut ÖAMTC-Experten zählt die S1 Süd zu den modernsten Schnellstraßen Europas mit der besten Sicherheitsausstattung in- und außerhalb des Tunnels, mit bestem Lärmschutz und optimaler Straßenarchitektur. Vor allem über den neuen Anschluss Vorarlberger Alle kann das Wiener Industriezentrum in Inzersdorf direkt angefahren werden, der Anschluß Sterngasse der A23 wird dadurch entlastet. Wermutstropfen ist aber, dass der dringend notwendige Lückenschluss zur A22 frühestens im Jahr 2015, also erst in neun Jahren vorgesehen ist.

Der Club verlangt daher, den raschen Bau einer Donaubrücke zwischen dem Knoten Schwechat und dem Knoten Kaisermühlen. Der vorgesehene Tunnel unter der Donau und der Lobau ist für ÖAMTC-Verkehrsexperten Willy Matzke das falsche Zeichen. "Nicht der Nord-Süd-Fernverkehr, sondern der West-Ost-Verkehr wird in Wien überwiegen. Schon ab 2007 werden Lkw ab St. Pölten über die S33 und S5 zur A22 im Donautal geführt. Am Knoten Kaisermühlen ist dann für alle Endstation", erklärt Matzke. "Die einzig richtige Lösung ist eine rasche Verlängerung der A22 und eine Donaubrücke nach Schwechat."

Im neuen Bundesstraßengesetz ist diese Kurzanbindung auch so festgeschrieben. "Sie kann in zwei Jahren um einen Bruchteil der Kosten für den Lobautunnel errichtet werden. Eine Fortsetzung des Stauchaos um 10 bis 15 Jahre ist für Wien nicht akzeptabel, so ist Wien sicher nicht europareif", sagt der ÖAMTC-Verkehrsexperte abschließend.

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