Lunacek fordert Frauenförderungsbericht für Spitzensport

Grüner Antrag auf Tagesordnung des Sportausschusses

Wien (OTS) - "Anlass war die heurige Winterolympiade, bei der nur
19 der 82 österreichischen SportlerInnen Frauen waren", erklärt Ulrike Lunacek, Nationalratsabgeordnete der Grünen, den Hintergrund für den heute im parlamentarischen Sportausschuss auf der Tagesordnung stehenden Entschließungsantrag der Grünen. Es stelle sich, so Lunacek, die Frage, warum der Geschlechtervergleich in Österreich so schlecht für die Frauen ausfalle, obwohl gerade beim Alpin-Schi-Team zu sehen sei, welche Erfolge das sicherlich nicht schwache Geschlecht erzielen könne. Zum Vergleich: Im deutschen Team war das Verhältnis der TeilnehmerInnen auch nicht Halbe-Halbe, aber immerhin standen 97 Männer 65 Frauen gegenüber.

"In den letzten Jahren wurden zwar die Bemühungen der Frauensportförderung verstärkt und auch Studien zu Fragen der Motivation von Mädchen und Frauen hat es gegeben, aber im Spitzensport gibt es immer noch sichtbare Mängel", begründet Lunacek den von ihr und dem Sportsprecher der Grünen, Dieter Brosz, eingebrachten Antrag. Die Bundesregierung wird aufgefordert, dem Nationalrat bis 30. Juni 2006 einen 'Frauenförderbericht zum Spitzensport' vorzulegen. Darin sollten "die Ursachen für die mangelnde Präsenz von österreichischen Sportlerinnen bei internationalen Wettbewerben umfassend analysiert und die Gründe dafür aufgezeigt werden". Aufbauend auf den Ergebnissen solle ein Maßnahmenkatalog vorgelegt werden, der "im Rahmen eines umfassenden Programms konkrete Schritte auf den verschiedenen organisatorischen Ebenen und in allen Bereichen des Sports formuliert".
Schließlich gehe es, so Lunacek, auch darum, dass Österreich - "nicht zuletzt im Hinblick für Bewerbungen als Austragungsland für Großsportveranstaltungen kein antiquiertes, sondern ein modernes Bild einer Sportlandschaft" abzugeben.

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