Blecha: Ältere Menschen kein Verkehrsrisiko

Ablenkung von der 160 km/h Tempobolzerei

Wien (SK) - Als "verkehrs- und gesellschaftspolitische
Geisterfahrt" bezeichnete der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, die heute veröffentlichten Pläne, eine verpflichtende 45-minütige Beobachtungsfahrt mit zwei Prüfern für autofahrende Senioren ab 65 Jahre einzuführen. Blecha: "Alter ist kein Verkehrsrisiko! Im Gegenteil: Ältere Verkehrsteilnehmer zeichnen sich durch besonders große Erfahrung, ein ausgeprägtes Sicherheitsdenken und Verantwortungsbewusstsein und vor allem durch kooperatives Verhalten sowie Toleranz im Straßenverkehr aus! Jetzt die Senioren in diskriminierender Art und Weise als verkehrsuntauglich hinzustellen, ist ein Skandal", so Blecha. ****

Blecha liegt ein Papier des Kuratoriums für Verkehrssicherheit vor, das detailliert beschreibt, dass als "Ziel des Projektes eine standardisierte Beobachtungsfahrt für Senioren entwickelt wird. Diese Beobachtungsfahrt wird dabei sowohl durch einen technischen Sachverständigen (Fahrprüfer) als auch durch einen verkehrspsychologischen Sachverständigen begleitet. Eine Beurteilung erfolgt mittels standardisierter Prüfungsprotokolle. Im Rahmen der mindestens 45-minütigen Beobachtungsfahrt werden vom Sachverständigen für die Lenkprüfung die fachliche Eignung zum Fahren im Verkehr überprüft und dokumentiert. Der Verkehrspsychologe überprüft im Zuge der Beobachtungsfahrt die wesentlichen, verkehrsrelevanten Persönlichkeitsmerkmale (insbesondere partnerschaftliches Verhalten, Risikobereitschaft, Belastbarkeit).

Laut "Organisationsmodell" erteilt "der Amtsarzt den schriftlichen Auftrag per Zuweisungsformular unter Sonstiges zur Beobachtungsfahrt."

Blecha: "Offenbar soll eine ganze Altersgruppe, nämlich die Über 65-Jährigen, einer neuen technischen und psychologischen Fahrprüfung unterzogen werden, damit sie weiter Autofahren dürfen. Dabei geht aus sämtlichen Unfallstatistiken eindeutig hervor, dass ältere Menschen nicht die am meisten in Unfälle verwickelte Personengruppe sind.

Der Pensionistenverband Österreichs bekennt sich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, lehnt aber eine undifferenzierte und die Senioren diskriminierende verallgemeinernde zusätzliche Fahrprüfung für alle über 65-jährigen Führerscheinbesitzer ab!"

Blecha erinnerte in diesem Zusammenhang an die ORF-Sendung "Help-TV" zu diesem Thema. Dabei wurden ein 88-jähriger und ein 19 Jahre alter Autofahrer auf Reaktion und Fahrtauglichkeit getestet. Das Ergebnis:
Der ältere Führerscheinbesitzer überzeugte durch fehlerfreies Fahrverhalten und durch eine Reaktionszeit im Normbereich!

"Offensichtlich will man mit dieser Aktion von der 160 km/h-Tempobolzerei-Aktion ablenken, die eindeutig der Verkehrssicherheit zuwider läuft", so Blecha abschließend. (Schluss) ps/mm

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