AKNÖ-Staudinger: Eisenbahner schafften reibungslosen Ablauf der S-Bahn-Sperre

Kaum Beschwerden bei der AKNÖ - Pendler kamen verlässlich zu ihren Arbeitsplätzen

Wien (OTS) - "Gerade in Ausnahmesituationen beweisen die ÖBB-Bediensteten größte Flexibilität und Kundenfreundlichkeit", betonte AKNÖ-Präsident Josef Staudinger, heute, Freitag. Das hat sich in dieser Woche bestätigt, als das Herzstück der S-Bahn gesperrt war und die Pendler reibungslos bis zu den Umsteigeknoten der U-Bahn gekommen sind.

Wer geglaubt hat, die Sperre der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Wien-Nord und Meidling würde zu chaotischen Zuständen führen, wurde eines Besseren belehrt. "Die ÖBB haben trotz aller Verunsicherungen durch die Politik Mitarbeiter, auf die sich verlassen können, wenn es wirklich darauf ankommt, Ausnahmesituationen zu bewältigten." Außer der S-Bahn sind derzeit auch noch die Strecken zwischen Laa und Mistelbach, zwischen Krems und St. Pölten und durch das Hochwasser zwischen Hohenau und Gänserndorf gesperrt. Derart viele Streckenunterbrechungen hat es in der Ostregion noch nicht gegeben. Dass trotzdem tausende Pendler aus dem Weinviertel täglich pünktlich zur Arbeit fahren konnten, ist auf die "außergewöhnliche Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Eisenbahner zurückzuführen". Wendezeiten der S-Bahn-Garnituren von nur 3 Minuten in der Hauptverkehrszeit mitten auf der Großaustelle Wien-Nord einzuhalten, lassen sich am Computer planen, aber nur von den Mitarbeitern einhalten. AKNÖ-Verkehrsexperte Thomas Kronister: "Obwohl nur wenige Züge ausgefallen sind, gab es kaum mehr Verspätungen als sonst." Auch bei der AKNÖ sind kaum Beschwerden eingelangt. "Obwohl wir sonst laufend mit Anregungen und Kritik befasst werden", so Kronister.

Nachholbedarf in Ostregion

Längere Fahrzeiten mussten hingegen Pendler aus dem Süden Niederösterreichs in Kauf nehmen. Das hatte allerdings mit der Sperre der S-Bahn nichts zu tun. Thomas Kronister: "Die Pottendorfer Linie sollte schon längst als zweite Südbahn fertig sein, da die Südbahn zwischen Mödling und Meidling völlig überlastet ist und jede Erneuerung an den Geleisen bis zum letzten Moment hinausgeschoben werden muss." Leider fließt sehr viel Geld in dünn besiedelte Regionen, während der Ausbau der Pottendorfer Linie zu einer leistungsfähigen 2-gleisigen Parallelstrecke durchs Wiener Becken sich seit über einem Jahrzehnt verzögert, kritisiert die AKNÖ.

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