Gorbach: Licht am Tag rettet jährlich 30 Menschenleben

Ab Karsamstag wird gestraft

Wien (OTS) - BZÖ-Verkehrsminister Hubert Gorbach begrüßt die Beendigung der "Schonfrist" für Lenker, die tagsüber ohne Licht unterwegs sind. Ab Karsamstag, den 15. April, wird dafür eine Strafe von 15 Euro eingehoben werden können. Dies bedeute einen weiteren Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit und weniger Unfällen. Laut Studien könnten durch "Licht am Tag" jährlich 30 Menschenleben gerettet werden.*****

"Die in den letzten Jahren vom Verkehrsministerium gesetzten Initiativen waren wirksam, weil sie einerseits zu einer stärkeren Bewusstseinsbildung und andererseits zu einem massiven Rückgang der Verkehrstoten geführt haben. Seit 1999 konnte die Zahl der im Straßenverkehr Verunglückten von 1079 um fast 30% auf 768 im Jahr 2005 gesenkt werden", so der Verkehrsminister.

Der so genannte "Report on Daytime Running Lights" der EU-Kommission zum Lichtfahren am Tag zeige eindeutig, dass Tagfahrlicht verkehrssicherheitsfördernd ist, da eine Reduktion von Autounfällen bis 15 Prozent möglich ist. Die Regelung bezwecke, durch die verpflichtende Vorschreibung des Tagfahrlichts Kfz im Straßenverkehr sichtbarer zu machen. Die Erkennbarkeit steige, entgegenkommende Pkw seien früher sichtbar und das Risiko von Frontalzusammenstößen werde minimiert.
Laut EU-Studien seien auch die Bedenken seitens der weniger geschützten Verkehrsteilnehmer wie z.B. Fußgänger und Radfahrer, zu wenig "sichtbar" zu sein, unbegründet. Es gehe vielmehr umgekehrt darum, dass Pkw von den Fußgängern früher erkannt würden.

Gorbach: "Mit der seit heute sanktionierbaren Einführung von Licht am Tag machen wir einen weiteren dieser Schritte, mit dem wir schwächere Verkehrsteilnehmer noch besser schützen. 41 Studien innerhalb der EU zeigen eindeutig und unwidersprochen, dass durch Licht am Tag die Unfallhäufigkeit um bis zu 15 Prozent reduziert werden kann. Das bedeutet bis zu 30 Verkehrstote weniger. Und das immer wieder genannte Kostenargument lasse ich hier sicher nicht gelten, denn elektrisch verstellbare Seitenspiegel oder Klimaanlagen verursachen ein Vielfaches dieser Kosten. Die Verkehrssicherheit muss uns diesen winzigen Beitrag einfach wert sein."

Die Einführung von Licht am Tag habe einen marginalen Anstieg des Benzinverbrauchs zur Folge, sowie einen Mehrverbrauch an Glühlampen, wobei laut Studien davon auszugehen sei, dass insgesamt maximal Mehrkosten von 6 Euro/Jahr entstünden. In Anbetracht des zu erwartenden Rückgangs der Unfälle und Verkehrstoten auf Österreichs Straßen und des daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Schadens sei das für den einzelnen Verkehrsteilnehmer ein kleiner Beitrag für ein viel höheres Maß an Verkehrssicherheit. "Jeder Euro Mehrkosten spart 2 Euro Unfallfolgekosten ein", schloss Gorbach. (Schluss)

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