Jubiläum für den ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 3

Erster Notarzthubschrauber Österreichs mit 20.000 Einsätzen

Wien (OTS) - Einen lebensrettenden Einsatz flog das Team des ÖAMTC - Notarzthubschraubers Christohorus 3 am Gründonnerstag in die Nähe von Mattersburg. Eine 38 - jährige Mutter hatte einen Schlaganfall erlitten. Plötzlich trat, nachdem sich die Frau schon einige Tage nicht wohl gefühlt hatte, eine halbseitige Lähmung ein. Der praktische Arzt forderte bei seiner Visite sofort den ÖAMTC -Notarzthubschrauber an. Prim. Dr. Helmut Trimml vom Christophorus 3 Team: "Wegen zunehmender Bewusstseinstrübung wurde unverzüglich mit der notärztlichen Versorgung wie Intubation und Beatmung begonnen, auch wurde die Narkosevorbereitung eingeleitet". Die Patientin wurde in die Intensivstation des Schwerpunktkrankenhauses Wiener Neustadt geflogen. Für Christophorus 3 war dies der 20.000ste Rettungsflug seit seiner Inbetriebnahme am 15. September 1984. Der Wiener Neustädter ÖAMTC-Notarzthubschrauber ist damit auch Einsatzrekordhalter aller in Österreich stationierten Notarzthubschrauber.

"Früher gab es schwerere Verkehrsunfälle", weiß Stützpunktleiter Cpt. Herbert Strenn nach über zwei Jahrzehnten im Cockpit von Christophorus 3. "Die stabilere Bauweise der modernen Autos bietet mehr Schutz für die Insassen." Sonst sieht der Wahlburgenländer, der rund ein Drittel der 20.000 Christophorus 3-Einsätze selbst geflogen ist, keine gravierenden Veränderungen bei den Einsatzarten.

27 Prozent aller Rettungsflüge erfolgten nach einem internistischen Notfall. An zweiter Stelle der Einsatzstatistik liegen Verkehrsunfälle mit rund 15 Prozent der Alarmierungen, gefolgt von jeweils 12 % Sport- und Freizeitunfällen und neurologischen Notfällen. Nahezu drei Viertel aller Einsätze flog der ÖAMTC-Notarzthubschrauber in Niederösterreich. Aus dem Burgenland kamen fast 5.000 Alarmierungen und 400 Mal lag der Einsatzort in der Steiermark.

Durchschnittlich 13 Minuten nach der Alarmierung war der Hubschrauber am Notfallort. Durch die rasche notärztliche Versorgung direkt an der Unfallstelle wurden zahlreiche Menschenleben gerettet. Prim. Dr. Helmut Trimmel, leitender Notarzt von Christophorus 3: "Bei etwa 2800 Einsätzen gab es unmittelbar lebensbedrohliche Verletzungen oder Erkrankungen."

Kompetente Partner

Christophorus 3 fliegt mit einer Vier-Mann-Besatzung. Neben dem Piloten sind ein Notarzt, ein Sanitäter des Roten Kreuzes sowie ein Flugretter der Bergrettung an Bord. Die 19 Notärzte unter der Leitung von Prim. Dr. Helmut Trimmel kommen u.a. von den Krankenhäusern Wiener Neustadt, Neunkirchen und Eisenstadt. Die 17 Notfallsanitäter um den leitenden Sanitäter Andreas Birnbauer sind Mitarbeiter des Roten Kreuzes Wiener Neustadt und Eisenstadt und die sieben Flugretter um Peter Leonhardsberger kommen von der Bergrettung Niederösterreich. Der Notarzthubschrauber wird von der LEBIG, der zentralen Einsatzleitung für Rettungseinsätze in Niederösterreich, disponiert und ist zwischen sechs Uhr früh und dem Einbruch der Dunkelheit einsatzbereit.

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