Nach Vertragskündigung erstes Orientierungsgespräch

GKK setzt auf konstruktive Vorgangsweise

Klagenfurt (OTS) - Nachdem die Ärztekammer für Kärnten mitten in der vereinbarten Laufzeit - der Vertrag wurde bis Ende des Jahres 2007 abgeschlossen - den Ärztevertrag gekündigt hatte, fand bei der GKK am 11. April 2006 eine erste Orientierungsrunde zwischen Funktionären der Ärztekammer Kärnten und der Kärntner Gebietskrankenkasse statt.

Die Kärntner Gebietskrankenkasse unterbreitete der Ärztekammer den Vorschlag, die von den Ärztefunktionären ausgesprochene Vertragskündigung zurück zu nehmen, dafür die Zusicherung der Kasse zur Fortführung der bestehenden Vertragsregelungen zu sichern und die Zeit für eine Weiterentwicklung des Vertragsverhältnisses zu nützen! GKK-Obmann Helmut Pansi: "Damit wäre eine zeitliche Chance gegeben, nach dem überraschenden Kündigungsvorgang durch die Ärztekammer, eine neue Vertrauensbasis zu schaffen und an einem berechenbaren Vertragsverhältnis zu arbeiten."

Zum Bedauern der Kassenvertreter lehnten die Ärztefunktionäre eine Rücknahme der Kündigung ab und beharrten auf finanziellen Forderungen unter dem Titel "Inflationsabgeltung", "Entfall der Limitierungen" und Ähnlichem.

GKK-Direktor Dr. Alfred Wurzer: "Das Honorarsystem in Kärnten zählt zu den umfassendsten in ganz Österreich. Jede Veränderung bedarf einer eingehenden Erörterung, da eine Vielzahl von Versorgungsfragen, Leistungen und Konsequenzen mit zu berücksichtigen sind. Die Kärntner Gebietskrankenkasse hat den Vertrag mit den höchsten einzeln verrechenbaren Leistungen für die Ärzte. Dieses Vertragswerk gilt österreichweit als Vorbild!"

Die GKK stellte den Ärztevertretern gegenüber dezidiert fest, dass zeitgerecht - gemeinsam mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger - eine Anrufung der Bundesschiedskommission und somit eine Verlängerung des bestehenden Vertrages im Interesse der Versicherten vorgenommen wird.

Befremdend wirken für die GKK-Vertreter die immer wieder auftauchenden Formulierungen in Publikationen der Ärztekammer, wonach ein vertragsloser Zustand von den Verantwortlichen der Ärztekammer einkalkuliert werde. Daher wurde auch von den GKK-Vertretern an die Ärztefunktionäre die Aufforderung gerichtet, alle belastenden Aktivitäten und Argumentationen zu unterlassen und den Schwerpunkt in Richtung einer konstruktiven Vorgangsweise zu setzen.

Die GKK wird über Verhandlungsverläufe bezüglich der Kündigung des bestehenden Ärztevertrages durch die Ärztekammer laufend berichten. Interessante Details über das bestehende Vertrags- und Abrechnungssystem finden Sie unter www.kgkk.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Dr. Alfred Wurzer
Direktor der Kärntner Gebietskrankenkasse
Kempfstraße 8, 9020 Klagenfurt
Mobiltelefon: 0664 3152532

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