Strache: Häupl für Verzetnitsch-Zusatzpension?

Maria-Theresien-Orden und Parteiausschluss als Trostpflaster?

Wien, 12-04-2006 (fpd) - SP-Bürgermeister Häupl denkt in einer Donnerstag erscheinenden Wochenzeitschrift laut über einen Parteiausschluss von Ex-ÖGB-Präsident Verzetnitsch nach, den er am 27. März noch für den Maria-Theresien-Orden als Danke für die "Rettung" der BAWAG vorgeschlagen hatte. Ähnliche Volten kannte man bislang nur vom Kärntner-"Bin weg und vielleicht bald wieder da"-Landeshauptmann, zeigte sich heute FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache verwundert.

Hintergrund könnte sein, dass die Verleihung des Maria-Theresien-Ordens im 18. Jahrhundert mit einer für die damalige Zeit üppigen Ordenspension verbunden waren. Bis zu 1.500 Gulden jährlich erhielten die Ordenträger, die heute knapp über 1.000 Euro entsprächen. Vielleicht will Häupl die Pensionsansprüche seines Freundes Verzetnitsch auffetten, dessen Rücktritt er "mit Bedauern zur Kenntnis genommen hatte".

Schließlich muss sich der Ex-ÖGB-Boß im Ruhestand mit kargen 11.000 Euro monatlich durchfretten, was gerade einmal 12 österreichischen Durchschnittspensionen entspricht. Auch wenn die Miete seines BAWAG-Penthouse inklusive Dachterrasse und zwei Garagenplätzen mit monatlich 1.227 Euro äußerst wohlfeil ist und nicht einmal die Hälfte der ortsüblichen Mieten beträgt, dürfte sich Häupl doch Sorgen um die finanzielle Zukunft seines Freundes machen.

Das könnte auch der Grund sein, dass er seinem "Spezi" Verzetnitsch durch den Parteiausschluss künftig die SPÖ-Parteiabgabe ersparen will, was dem Neo-Pensionisten eine jährliche Minderausgabe von 60 Euro bescheren würde. Wenn es um seine Genossen geht, war der Wiener Bürgermeister aber schon immer großzügig, schloss Strache. (Schluss)am

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