Glawischnig: Genmais-Importverbote dürfen keinesfalls kippen

Grüne: Risikobewertung der Europäischen Lebensmittelbehörde orientiert sich nur an Interessen der Gentech-Industrie

Wien (OTS) - "Es ist bekannt, dass sich die Risikobewertung der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) an den Unterlagen der Gentech-Konzerne orientiert. Daher müssen die nationalen Gentechnik-Importverbote verteidigt und durch unabhängige Gutachten abgesichert werden," fordert die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, anlässlich der Androhung, dass die EU-Kommission über Gutachten der EFSA die Genmais-Importverbote kippen wolle. "Die EFSA ist mehr als reformbedürftig und es muss endlich eine fundierte, unabhängige GVO-Risikobewertung etabliert werden," so Glawischnig.

"Anstatt die bestehenden Importverbote aufzuheben, sollten BM Rauch-Kallat und BM Pröll endlich weitere Importverbote erlassen, zum Beispiel für den Gen-Raps GT 73 und für den Gen-Mais MON 863," fordert Glawischnig. Eine Fütterungsstudie habe z.B. ergeben, dass bei Ratten, die 90 Tage lang Mais der Sorte MON 863 zu fressen bekamen, Veränderungen im Blutbild und an den Nieren zu erkennen gewesen sind.

"Die Risiken für Mensch, Tier und Ökosystem sind keinesfalls erforscht", warnt Glawischnig. Über Pollenflug kreuzen gentechnisch veränderte, herbizidresistente Pflanzen über große Distanzen in andere Kulturen und Wildpflanzen ein und tragen zur Entwicklung von "Super-Unkräutern" bei, die kaum mehr durch Pflanzenschutzmittel zu bekämpfen sind. Gentechnisch veränderte Pflanzen, die das Insektengift Bt produzieren, töten nicht nur Schadinsekten, sondern auch Nützlinge. "Den Risiken für Umwelt und Gesundheit steht zur Zeit keinerlei Nutzen gegenüber," so Glawischnig abschließend.

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