Greenpeace: EU-Kommission muss aufhören, den Menschen Gentechnik aufzuzwingen

Österreich und Slowakei verhängen neue Import- bzw. Anbauverbote.

Wien (OTS) - Während die EFSA heute neuerlich zu dem Schluss
kommt, dass nationale Gentech-Verbote wissenschaftlich nicht gerechtfertigt seien, haben Österreich und die Slowakei beinahe gleichzeitig neue Importverbote für Gentech-Raps (Österreich) bzw. Anbauverbot für Gentech-Mais (Slowakei) verhängt.

"Wir fordern die EU-Kommission auf, die heute veröffentlichte Meinung der europäischen Behörde EFSA zu nationalen Gentech-Verboten in der EU umgehend zurückzuweisen. Die wissenschaftlichen Begutachtungen der EFSA entsprechen nicht den laut EU-Recht vorgeschriebenen Kriterien für Risikoabschätzung gentechnisch veränderter Pflanzen. Erst letzte Woche verwies selbst EU-Umweltkommissar Stavros Dimas in Wien darauf, dass es Probleme mit den Beurteilungen der EFSA gibt, da diese Langzeitfolgen nicht berücksichtigen. Die EU-Kommission muss daher konsequenterweise die neuerlich lückenhaften Beurteilungen der EFSA zurückweisen. Keinesfalls dürfen diese wissenschaftlich fahrlässigen Beurteilungen ein neuerliches Alibi der EU-Kommission sein, Mitgliedsstaaten zur Aufhebung ihrer nationalen Schutzmassnahmen gegen Gentechnik zu zwingen", so Susanne Fromwald, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.

Fromwald zeigt sich erfreut, dass Länder wie Österreich und die Slowakei der EU und ihrer Behörde EFSA die Stirn böten, indem sie gerade heute jeweils noch neue Importverbote beschlossen. "Eine Mehrheit der Menschen in Europa, aber auch eine Mehrheit von Mitgliedsstaaten der EU sieht Gentechnik sehr kritisch. Die EU-Kommission muss das endlich respektieren und aufhören, auf Basis dünner wissenschaftlicher Meinungen der EFSA den Menschen die Gentechnik aufzuzwingen," so Fromwald abschließend.

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Susanne Fromwald, Greenpeace-Gentechnik-Expertin, +43-664-6126706

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