Trafikanten tragen Mindestpreis mit

Branchensprecher Trinkl: "Bekennen uns ganz klar zum Jugendschutz" - "Preisvorgaben sind wirkungsvoller als Verbote"

Wien (PWK231) - "Als Interessenvertretung der heimischen Tabaktrafikanten unterstützen wir die Zigarettenpreisvorgaben der Gesundheitsministerin", betont Peter Trinkl, Obmann des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten in der Wirtschaftskammer Österreich.

In den vergangenen Monaten haben die Trafikanten die Erfahrung gemacht, dass vor allem Jugendliche gern Dumpingpreise für Rauchwaren annehmen. "Wir wollen wir diese Entwicklung nicht und haben uns immer zum Jugendschutz bekannt. Preisvorgaben sind wirkungsvoller als Rauchverbote", zitiert Trinkl internationale Studien, die die Haltung von Branche und Interessenvertretung untermauern.

Der Preiskrieg der letzten Zeit hat den heimischen Trafikanten nicht genutzt, sondern hätte bei weiterem Andauern längerfristig geschadet. Der Zigarettenschmuggel ist trotz der niedrigeren Preise der letzten Monate nicht zurückgegangen, da der Schwarzmarkt flexibel darauf reagieren kann.

Vom Mindestpreis werden daher auch kaum Auswirkungen auf den Zigarettenschmuggel erwartet. "Entscheidend sind konsequente Kontrollen und Strafen sowie die Zerschlagung der Verteilernetze. Die Zollfahndung leistet hervorragende Arbeit, braucht aber mehr Mittel und Unterstützung seitens der Polizei", lobt Trinkl mit Verweis auf die hohen Aufgriffszahlen. Im ersten Quartal 2006 konnten laut Zollfahndung bereits 46 Millionen Stück geschmuggelte Zigaretten sichergestellt werden; im Jahr 2005 waren es insgesamt 86 Millionen Stück. (JR)

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