Welche Partei kann besser wirtschaften? - Martin Bartenstein und Alfred Gusenbauer "Im Klartext!" am 19.4. im RadioKulturhaus

Wien (OTS) - Mit dem BAWAG-Skandal steht das erste große Wahlkampfthema fest: welche Partei kann besser wirtschaften? Zu Gast bei "Im Klartext!", moderiert von Ö1-Redakteurin Gabi Waldner, sind am Mittwoch, den 19. April ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer. Das ungekürzte Gespräch ist am 22.4. im "Österreich 1 extra" (22.15 Uhr, Ö1) zu hören.

"The economy, stupid!" Diese Worte, so heißt es, hat 1992 Spin Doctor James Carville auf einen Spickzettel geschrieben. Der Spickzettel sollte einen gewissen Bill Clinton im Wahlkampf an das Wesentliche erinnern - die Wirtschaftspolitik eben. Einen ganz ähnlichen Spickzettel haben sich offenkundig auch die maßgeblichen Funktionäre der ÖVP zugelegt. Sie erklären derzeit überall und jedem, dass die SPÖ nicht wirtschaften könne. Und liefern bereitwillig das rote Schuldenregister mit - ARBÖ-Malversationen, AMAG-Streit, Konsum-Pleite und Verstaatlichten-Verluste früher, BAWAG-Skandal jetzt.

Die SPÖ steht unter Schock. Drei Jahre lang ist sie in Umfragen deutlich messbar vor der Kanzlerpartei gelegen, noch länger bemüht sich ihr Vorsitzender Alfred Gusenbauer, die Parteifinanzen wieder in Ordnung zu bringen sowie den Sozialdemokraten ein Wirtschaftsprofil zu verpassen. Dann wird bekannt, dass rote Gewerkschaftsbanker eine Milliarde Euro verspekuliert haben und dabei von zumindest zwei roten Gewerkschaftsbossen gedeckt wurden. Die Häme der politischen Konkurrenz ist der SPÖ damit gewiss. Erstaunlich deutlich reagieren aber auch die potenziellen Wähler: in neuesten Umfragen fällt die SPÖ zurück und liegt nun gleichauf mit der ÖVP - die Befragten sehen eine klare SPÖ-Mitschuld am BAWAG-Debakel.

Die ÖVP darf sich über diese Umfragen zwar freuen, allerdings wohl nur kurzfristig. Denn bis zur Nationalratswahl im Herbst haben SPÖ und Grüne noch etliche Monate Zeit, um auf Versäumnisse der schwarzen Wirtschaftspolitik hinzuweisen. So gibt es nach sechs Jahren schwarz-blau bzw. schwarz-orange so viele Arbeitslose wie nie zuvor in der Zweiten Republik. So bleibt äußerst umstritten, auf welche Art das Budget konsolidiert wurde. Und so wartet der Mittelstand noch immer auf jene Entlastungen, die ihm bereits 1999 versprochen worden sind.

Darf man der SPÖ die BAWAG-Verluste in die Schuhe schieben? Wie kommt die ÖVP darauf, mehr Wirtschaftskompetenz zu haben? Und: welche Partei kann eigentlich wirklich besser wirtschaften? Diese und andere Fragen stellt Gabi Waldner ihren Gästen Martin Bartenstein, Wirtschafts- und Arbeitsminister, ÖVP, und Alfred Gusenbauer, SPÖ-Vorsitzender, am 19. April im RadioKulturhaus.

"Im Klartext! - Martin Bartenstein und Alfred Gusenbauer bei Gabi Waldner" ist eine Veranstaltung in Kooperation mit der Tageszeitung "Die Presse" und findet am Mittwoch, den 19. April im Großen Sendesaal des RadioKulturhauses statt. Beginn ist um 18.30 Uhr, Eintritt: 3 Euro / frei für RadioKulturhaus-Vorteilskarten-Besitzer, Ö1 Clubmitglieder und Presse Club-Mitglieder (Reservierung unter Tel. 501 70 377), Pressekarten unter Tel. 501 01-18175.

Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es auf der Homepage http://radiokulturhaus.ORF.at oder über das Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377).(hb)

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