Haider legt Derivatgeschäfte anderer Banken offen und fordert Spekulationssteuer

Derivate: RLB OÖ: 18,2 Milliarden Euro, Erste Bank: 526 Milliarden Euro, RZB: 102 Milliarden Euro - Nullbesteuerung für Spekulationsgeschäfte versteht niemand

Klagenfurt (OTS) - Im Zusammenhang mit der Kritik an der Hypo Alpe Adria Bank und deren Derivatgeschäften (=Zins-und Währungsabsicherungsgeschäfte) in der Höhe von 18,6 Milliarden Euro bei einer Bilanzsumme von 17,8 Milliarden Euro (Jahr 2004) legte Landeshauptmann Jörg Haider heute die Derivatgeschäfte anderer österreichischer Banken auf den Tisch, "um zu zeigen, dass die Hypo für Geschäfte angegriffen wird, die alle österreichischen Banken machen, oftmals in noch größerem Umfang."

So habe die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich im Jahr 2004 eine Bilanzsumme von 14,1 Milliarden Euro ausgewiesen und Derivate in der Höhe von 18,2 Milliarden Euro abgewickelt. Die Erste Bank wies 2005 eine Bilanzsumme von 152 Milliarden Euro aus, deren Derivatgeschäfte:
526 Milliarden Euro. Ähnlich die Raiffeisenzentralbank: Bilanzsumme 2005: 68 Milliarden Euro, Derivate: 102 Milliarden Euro.

Im Unterschied zu üblichen, der langfristigen Zinsabsicherung dienenden und risikoreduzierenden Derivatgeschäften seien Währungsspekulationen wesentlich risikoreicher. Für diese fordert Haider die Einführung einer europaweiten Spekulationssteuer, "weil hier Milliardengewinne in immer größerem Ausmaß gemacht werden, die mit keinen Cent versteuert werden. Eine Nullbesteuerung für Hunderte Milliarden schwere Spekulationsgeschäfte, das versteht niemand, wenn zugleich jeder kleine Arbeiter Steuern zahlen muss."

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