Neues Volksblatt: "Ins Kloster" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 8. April 2006

Linz (OTS) - Es gibt Menschen, die verbringen gerade vor Ostern einige Tage in einem
"Kloster auf Zeit". Sie suchen und finden dort Ruhe, Besinnung, Zeit zum Nachdenken, Zeit für sich persönlich.
Es sei an dieser Stelle ein ungewöhnlicher Vorschlag gestattet:
Warum gönnen sich nicht auch die Politiker ein paar Tage "Kloster auf Zeit"? Oder genauer gesagt: Warum gönnen wir den Politikern dies nicht? Denn mancher würde sich diese "Auszeit" wahrscheinlich ganz gerne nehmen, doch sein "Umfeld" lässt ihn nicht.
Politiker im "Kloster auf Zeit" könnten dort Stunden ohne Handy, ohne Termine finden. Stunden, in denen sie keine Rede halten und keine Interviews geben müssen. In denen es keine Sitzungen und Versammlungen gibt. "Kloster auf Zeit" für Politiker würde diesen nicht nur die Möglichkeit geben, sich geistig zu regenerieren und über manches in Ruhe nachzudenken, vielleicht auch ein Buch zu lesen, das sie schon lange lesen wollten. "Kloster auf Zeit" würde den Politikern darüber hinaus auch die Chance geben, ein paar Tage lang "sie selbst" zu sein, ohne den Druck von Amt und Würde.

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