Post - Moser begrüßt Mitarbeiterpaket

Kritik am übereilten Börsegang bleibt aufrecht - Ausdünnung des ländlichen Raums wird fortgesetzt

Wien (SK) - SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser wertet es als "grundsätzlich positiv", dass für die Beschäftigten der Österreichischen Post AG ein Mitarbeiterbeteiligungspaket vorgesehen ist, das von den Mitarbeitern selbst nunmehr mehrheitlich angenommen wurde. Moser fordert allerdings eine Kursausfallsgarantie für die Aktien der Mitarbeiter für mindestens fünf Jahre seitens der ÖIAG. Seine grundsätzliche Kritik am übereilten Börsegang hält Moser allerdings aufrecht. Es werde zu weiteren Schließungen von Postfilialen und zu einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen kommen, denn die Privatisierung sei beschlossen worden, ohne vorher eine Wachstums- und Zukunftsstrategie für die Post vorzulegen und ohne ein Bekenntnis zur flächendeckenden Versorgung Österreichs mit Postfilialen abzugeben. ****

Von den 2.300 Postämtern zur Zeit des Regierungsantritts existieren heute nur mehr 1.350. Nach der Privatisierung werde es zur nächsten Schließungswelle kommen. Wie "Format" berichtet, werden zumindest 45 weitere Postämter zusperren müssen. Die Verantwortung für die weitere Ausdünnung des ländlichen Raums trage die Regierung, so Moser.

Völlig unverständlich ist aus Sicht von Moser, dass die Einnahmen aus dem Börsegang nicht der Post selbst, sondern dem Finanzminister zugute kommen sollen. Die Regierung ziehe es vor, Budgetlöcher zu stopfen, statt der Post die Mittel aus ihrem Börsegang zukommen zu lassen, um ihre Chancen am Markt zu erhöhen, kritisierte Moser. (Schluss) se

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