VEÖ: Datensammlung kann nicht Selbstzweck sein

E-Wirtschaft liefert alle notwendigen Daten

Wien (OTS) - Der VEÖ weist die Vorwürfe von Walter Boltz, Geschäftsführer der Regulierungsbehörde e-control, die E-Wirtschaft verweigere notwendige Datenlieferungen dezidiert zurück. "Es handelt sich hierbei einmal mehr um eine pauschale Unterstellung, der völlig die konkrete Basis fehlt", kritisierte Ulrike Baumgartner-Gabitzer, VEÖ-Generalsekretärin. Grundsätzlich muss klargestellt werden, dass die österreichische E-Wirtschaft den Behörden alle Daten, zu denen sie gesetzlich verpflichtet ist, in hoher Qualität zur Verfügung stellt. Datenerfassungen, die über das derzeit bereits bestehende umfassende Ausmaß hinausgehen, würden einerseits eines sehr hohen finanziellen Einsatzes der E-Wirtschaft bedürfen. Darüber hinaus gilt es aber dabei immer auch die Notwendigkeiten des Datenschutzes - auch gegenüber der Regulierungsbehörde - zu beachten.

"Vor allem aber können wir den Nutzen für die Kunden oder auch für die Teilnehmer am liberalisierten Elektrizitätsmarkt nicht erkennen, die einen solchen finanziellen Mehreinsatz rechtfertigen könnten. Und dazu kommt, dass in den letzten Jahren die Netztarife um durchschnittlich 25 Prozent oder 600 Millionen Euro jährlich abgesenkt wurden. Von der E-Wirtschaft angesichts des immer enger geschnürten Finanzgürtels immer mehr Leistungen - insbesondere eine Datenerfassung aus reinem Selbstzweck - einzufordern, ist nicht akzeptabel", betonte Baumgartner. "Die Kunden erwarten von der E-Wirtschaft eine sichere und verlässliche Versorgung, hier gilt es in erster Linie Investitionen zu ermöglichen. Und das sollte insbesondere auch der zuständige Regulator beim Einsatz der Mittel bedenken und Überregulierungstendenzen hintanhalten", so die VEÖ-Generalsekretärin.

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