Verstärktes Verkehrssicherheitsmanagement im Osterverkehr

Innenministerin Prokop appelliert an alle Verkehrsteilnehmer

Wien (OTS) - Die beginnende Karwoche und vor allem das Osterwochenende sind meist mit "traditionellem Stau" und auch mit Unfällen im Straßenverkehr verbunden. Bereits jetzt zu Ferienbeginn und dann besonders zwischen Gründonnerstag und Karsamstag werden Österreichs Transitrouten durch den Reiseverkehr zu den Osterferien extrem stark belastet.

Neben den Hauptverkehrsrouten (Reiseverkehr, Kurzurlaube) ist aber auch in den Ballungszentren (bei Hin- und Rückreise), zu höhergelegenen Schigebieten, an den Grenzübergängen und auf den wichtigsten Ausflugsstrecken mit erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen bzw. wird es zu Überlastungen kommen.

Auch zahlreiche Baustellen auf der A1 West-Autobahn und der A 2 Süd-Autobahn werden zu Ostern zu erheblichen Staubildungen führen. Weitere Staupunkte sind in Westösterreich auf den Autobahnen und Transitrouten bei den neuralgischen Tunnel- und Mautbereichen (Blockabfertigung) sowie auf der Tauern- und Pyhrnroute gegeben.

Bundesministerin Liese Prokop appelliert deshalb an das Verantwortungsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer: "Jedes Jahr passieren zu Ostern schreckliche Verkehrsunfälle. Ich appelliere deshalb an jeden Verkehrsteilnehmer: Bitte leisten sie ihren Beitrag und zeigen sie Verantwortung. Schon durch die Einhaltung der einfachsten Grundregeln können viele Unfälle oder gefährliche Situationen im Straßenverkehr vermieden werden:"

  • Seien Sie sich der hohen Verantwortung bewusst, die das Lenken von Fahrzeugen mit sich bringt (Hektik und Nervosität führen leicht zu Fahrfehlern und Konzentrationsstörungen).
  • Passen Sie unbedingt die Geschwindigkeit den jeweiligen Straßen- , Verkehrs- und Sichtverhältnissen an, durch das prognostizierte wechselhafte Aprilwetter ist besondere Vorsicht geboten.
  • Halten Sie Abstand und gehen Sie beim Überholen keinerlei Risiko ein.
  • Unternehmen Sie Fahrten nur in einem verkehrstüchtigen Zustand (kein Alkohol, keine Drogen, keine Medikamente, Müdigkeit nicht unterschätzen, regelmäßige Pausen einlegen).
  • Die Lenker von Motorrädern sollten bei der ersten "Frühlingsausfahrt" besonders vorsichtig sein (Technischer Rundum-check, Einschwingen, Schutzausrüstung).

Die Exekutive wird in der Karwoche bis einschließlich 18. April 2006 verstärkt Verkehrssicherheitsmanagement betreiben. Am Osterwochenende werden täglich rund 7.000 ExekutivbeamtInnen im Einsatz sein. Mehr als 3.500 Verkehrsüberwachungsgeräte (Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, stationäre und mobile Radargeräte, Zivilstreifenfahrzeuge, Alkomaten, Alko-Vortestgeräte und Abstandsmess-Systeme) stehen den BeamtInnen zur Verfügung.

Besonderes Augenmerk wird die Exekutive auch heuer wieder auf das rücksichtslose und verkehrsgefährdende Verhalten der Raser und Drängler sowie der Alkohol- und Drogenlenker richten. Durch flächendeckende, aber auch punktgenaue und zielgerichtete Kontrollen, sollen unbelehrbare Lenker zur Verantwortung gezogen werden.

Ebenso werden auf beliebten Ausflugsstrecken von Motorradfahrern besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Im Vorjahr kamen bei 9 tödlichen Unfällen 10 Menschen zwischen Karfreitag 00.00 Uhr und Ostermontag 24.00 Uhr ums Leben. Im Jahr 2004 wurden 17 und im Jahr 2003 15 Menschen tödlich verletzt.
1992 und 1995 wurden mit jeweils nur 8 Verkehrstoten die günstigsten Ergebnisse seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1968) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten im bisher schlimmsten Jahr 39 Tote am Osterwochenende 1976 beklagt werden.

Ministerin Prokop abschließend: "Leisten Sie Ihren Beitrag zu einer verkehrssicheren Osterwochenende und helfen Sie mit, dass alle Verkehrsteilnehmer wieder gesund nach Hause kommen".

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BM.I - Verkehrsdienst/Unfallanalyse
Otmar Bruckner
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