Gewalt an Schulen: Rossmann für verstärkten Einsatz von Mediatoren und Schulpsychologen

Intensivere Aufklärung für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache, Ausweitung der sprachlichen Frühförderung

Wien (OTS) - Für die Bildungssprecherin des Freiheitlichen Parlamentsklubs BZÖ-Abgeordnete Mares Rossmann sind die viel zu hohen Klassenschülerzahlen mit eine Ursache für das erhöhte Gewaltpotenzial an Österreichs Schulen. "Im Sinne der Sicherheit unserer Schüler sollten wir endlich ernsthaft über eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen nachdenken", fordert Bildungssprecherin Rossmann. Ein weiterer Hauptgrund für die steigende Gewaltbereitschaft von Schülern sei die mangelnde Integration von Kindern nicht deutscher Muttersprache. Die Stimmung in den Schulen sei geprägt von Aggressivität und Respektlosigkeit gegenüber dem Lehrkörper. Auch von Seiten der Eltern sei wenig Unterstützung zu erwarten, da es am mangelnden Sprachverständnis scheitere.

Rossmann will sich für einen verstärkten Einsatz von Mediatoren und Schulpsychologen stark machen, und das sowohl für Schüler, als auch für Lehrer. Eine weitere Forderung ist die Wiedereinführung einer Klassenvorstandstunde, die nicht unterrichtsbezogen, sondern ausschließlich den Problemen, Sorgen und Ängsten der Schüler gewidmet sein solle. "Diese Stunde kann entscheidend dazu beitragen, kritische Situationen rechtzeitig zu erkennen und Probleme im Keim zu ersticken", sagte Rossmann. "Hier soll mit verstärkter Mediation, Konfliktbewältigung und besonders mit der Möglichkeit des verstärkten Einsatzes von Schulpsychologen der Gewaltbereitschaft entgegengewirkt werden."

Lösungsansätze sieht Rossmann in einer intensiveren Aufklärung für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache, in einer Ausweitung der sprachlichen Frühförderung in Kindergärten, aber auch in der Aufklärungsarbeit bei den Eltern - vor Eintritt in den Schulalltag sollte das Kind Deutsch-Kenntnisse besitzen.
"Wir fordern die völlige Integration ab dem Vorschulalter. Dazu zählt für Schulkinder eine Rücksetzung in die Vorschule bei mangelhaften Deutschkenntnissen. Eine Obergrenze von Schülern ausländischer Herkunft in den Klassen und mindestens 1000 zusätzliche Stützlehrer für die Integrations- und Sprachförderung", so Rossmann abschließend.

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