• 07.04.2006, 13:55:53
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  • OTS0216 OTW0216

Gewalt an Schulen: Rossmann für verstärkten Einsatz von Mediatoren und Schulpsychologen

Intensivere Aufklärung für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache, Ausweitung der sprachlichen Frühförderung

Wien (OTS) - Für die Bildungssprecherin des Freiheitlichen
Parlamentsklubs BZÖ-Abgeordnete Mares Rossmann sind die viel zu hohen
Klassenschülerzahlen mit eine Ursache für das erhöhte Gewaltpotenzial
an Österreichs Schulen. "Im Sinne der Sicherheit unserer Schüler
sollten wir endlich ernsthaft über eine Senkung der
Klassenschülerhöchstzahlen nachdenken", fordert Bildungssprecherin
Rossmann. Ein weiterer Hauptgrund für die steigende
Gewaltbereitschaft von Schülern sei die mangelnde Integration von
Kindern nicht deutscher Muttersprache. Die Stimmung in den Schulen
sei geprägt von Aggressivität und Respektlosigkeit gegenüber dem
Lehrkörper. Auch von Seiten der Eltern sei wenig Unterstützung zu
erwarten, da es am mangelnden Sprachverständnis scheitere.

Rossmann will sich für einen verstärkten Einsatz von Mediatoren und
Schulpsychologen stark machen, und das sowohl für Schüler, als auch
für Lehrer. Eine weitere Forderung ist die Wiedereinführung einer
Klassenvorstandstunde, die nicht unterrichtsbezogen, sondern
ausschließlich den Problemen, Sorgen und Ängsten der Schüler gewidmet
sein solle. "Diese Stunde kann entscheidend dazu beitragen, kritische
Situationen rechtzeitig zu erkennen und Probleme im Keim zu
ersticken", sagte Rossmann. "Hier soll mit verstärkter Mediation,
Konfliktbewältigung und besonders mit der Möglichkeit des verstärkten
Einsatzes von Schulpsychologen der Gewaltbereitschaft entgegengewirkt
werden."

Lösungsansätze sieht Rossmann in einer intensiveren Aufklärung für
Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache, in einer Ausweitung der
sprachlichen Frühförderung in Kindergärten, aber auch in der
Aufklärungsarbeit bei den Eltern - vor Eintritt in den Schulalltag
sollte das Kind Deutsch-Kenntnisse besitzen.
"Wir fordern die völlige Integration ab dem Vorschulalter. Dazu zählt
für Schulkinder eine Rücksetzung in die Vorschule bei mangelhaften
Deutschkenntnissen. Eine Obergrenze von Schülern ausländischer
Herkunft in den Klassen und mindestens 1000 zusätzliche Stützlehrer
für die Integrations- und Sprachförderung", so Rossmann abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Freiheitlicher Parlamentsklub

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