Verkehrsunfallbilanz 2005: Deutlich weniger verunglückte Jugendliche

Wien (OTS) - Im Jahr 2005 verunglückten im Straßenverkehr im Vergleich zu 2004 um 7% weniger Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren. Der Rückgang bei den Verunglückten über alle Altersstufen hinweg betrug immerhin 4%. Dies ist vor allem auf die verringerte Zahl der mit einem Pkw verunglückten Jugendlichen (minus 12%) zurückzuführen.

In den vergangenen Jahren wurden, wie berichtet, zahlreiche Maßnahmen gesetzt, die eine Reduzierung der Unfallhäufigkeit bei Anfängern zum Ziel hatten, wie die Mehrphasenausbildung, der L-17-Führerschein oder die Modernisierung der Lehrpläne nach modernsten didaktischen und pädagogischen Grundsätzen.

"Diese Maßnahmen trugen zu einer deutlichen Reduktion der Zahl der tödlich Verunglückten in den Zielgruppen bei", anerkennt Univ.-Prof. Peter Hackl von der Statistik Austria. Auch Ing. Norbert Hausherr, Obmann des Fachverbands der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich, bestätigt: "Die Fahrerausbildung wurde in den letzten Jahren unter Bedachtnahme auf das Unfallgeschehen deutlich verbessert". Allgemein zeigen etwa Blickuntersuchungen, dass der positive Einfluss und die Wirkung von gezielt gelehrter Gefahrenlehre im Fahrverhalten gut nachweisbar ist.

Ein Wermutstropfen in der Unfallstatistik 2005 sind die 15-Jährigen Mopedlenker. "Die Mobilität der Jugend hat leider auch ihren Preis", so Hackl. Seit mit Oktober 2002 der Zugang zum Mopedausweis für 15-Jährige wesentlich erleichtert wurde, hat sich die Zahl der verunglückten 15-jährigen Mopedlenker verfünffacht.

Hausherr dazu: "Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben sich die Fahrschulen für eine praktische Ausbildung von 15-jährigen Mopedlenkern eingesetzt. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist die Möglichkeit für Fahrschüler, einen dualen Ausbildungsweg zu gehen". (hp)

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