Swoboda zum Nationalen Roma-Feiertag: "Roma-Volksgruppe leistet wesentlichen Beitrag zur europäischen Einigung"

Hlavac plädiert für Recht auf "menschenwürdiges Dasein" für Roma sowie für "Recht auf Integration und Ausbildung"

Wien (SK) - Die Roma sollten nicht als "Minderheit in einzelnen Ländern gesehen werden, sondern als Volksgruppe, die einen ganz wesentlichen Beitrag zur europäischen Einigung leisten", betonte Hannes Swoboda, SPÖ-Abgeordneter zum Europäischen Parlament, am Freitagvormittag im Zuge einer Pressekonferenz anlässlich des Nationalen Roma-Feiertages. SPÖ-Integrationssprecherin Elisabeth Hlavac sprach sich in ihrem Statement klar für das Recht der Roma auf ein "menschenwürdiges Dasein" aus - sowie für das Recht der Roma auf Integration in der Gesellschaft. Zentrale Bedeutung komme der Ausbildung zu - sei sie doch der "Weg zur Freiheit für die Roma", unterstrich Hlavac. ****

Swoboda fordert "stärkere Vertretung für Roma"

Angesichts des Umstands, dass etwa acht Millionen Roma in Europa leben - eine Zahl, die sich mit dem EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien "deutlich erhöhen" würde -, gelte es, für eine "stärkere Vertretung der Roma" zu sorgen, bekräftigte Swoboda. Dass Österreich etwa mit der Installation des Volksgruppen-Beirates und der Anerkennung der Roma als Volksgruppe gute und wesentliche Beiträge gesetzt habe, sei erfreulich - auch könne dies im Hinblick auf die europäische Ebene durchaus als Modell dienen, regte Swoboda an. Die Roma leisteten einen "unschätzbaren Beitrag für das Zusammenleben der Menschen in Europa", hob Swoboda hervor und erklärte weiters, dass die Chancen für Roma auf bessere Ausbildung, bessere Arbeitsplätze und bessere Wohnmöglichkeiten deutlich erhöht werden müssten. Der SPÖ-EU-Abgeordnete sprach auch die Situation des Kosovo an: Hier sollte Österreich "darauf drängen", dass die Roma eine "Berechtigung bekommen, ins Land zurückzukehren, dort zu leben und zu arbeiten" -insgesamt sei Chancengleichheit herzustellen.

Hlavac für mehr Unterstützung und bessere Ausbildung für Roma

Das österreichische Parlament repräsentiere die Gesamtheit der österreichischen Bevölkerung, da sei es nur allzu selbstverständlich, dass man den Nationalen Feiertag auch heute im Parlament begehe, so Hlavac. Gerade in Zeiten einer äußerst angespannten Arbeitsmarkt-Situation komme der Ausbildung Schlüssel-Funktion zu, so Hlavac, die festhielt, dass es den für Roma existenten Teufelskreis aus schlechter Ausbildung, prekärer Arbeitsplatz-Situation und schlechter gesundheitlicher Situation zu durchbrechen gelte. Sie habe während eines Besuches in der Slowakei die "unbeschreiblichen Zustände" gesehen, unter denen die Roma leben müssen - große Armut, schlechte Wohnbedingungen, unzureichende Wasserversorgung -, hier gelte es, dringend für mehr Unterstützung zu sorgen und klar für eine "besondere Berücksichtigung der benachteiligten Volksgruppe" einzutreten, so Hlavac. Auch sei es notwendig, die Volksgruppenarbeit auf die jeweiligen besonderen Bedürfnisse der einzelnen Gruppen abzustimmen, unterstrich die SPÖ-Integrationssprecherin abschließend. (Schluss) mb

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