VP-Cortolezis-Schlager: Wien kürzt Budget und Personal bei schulischer Gewaltprävention

Jugendämter und psychologischer Dienst werden ausgehungert

Wien (VP-Klub) - "Die Gewaltprävention an Wiens Schulen dürfte -angesichts der Tatsache, dass das Budget aber auch das Personal dafür jährlich gekürzt wird - für die SP-Stadtregierung keine Wichtigkeit haben", so ÖVP Wien Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager.

Schule und Jugendamt sind zwei getrennte Institutionen mit getrennten Aufgaben, die jedoch von der SP-Stadtregierung negiert werden. Wenn Kinder verhaltensauffällig werden, bedarf es oft einer Therapie, deren Zuständigkeit beim Jugendamt und beim psychosozialen Dienst liegt. Kinder, die oft im familiären Kreis Gewalt ausgesetzt sind, werden auch in der Schule verhaltensauffällig. Cortolezis-Schlager:
"Anstatt jedoch die Aufgaben der Jugendämter zu unterstützen und zu fördern, werden diese von der SP-Stadtregierung finanziell und personell ausgehungert."

Zuständigkeit für Therapie liegt beim Jugendamt und beim psychosozialen Dienst

Cortolezis-Schlager verweist auf die groben Mängel und die fehlende Unterstützung der Schülerinnen und Schülern in Wien: "Vielen Kindern, die dringend therapeutische Hilfe brauchen, kann diese oft nicht mehr in dem Ausmaß zur Verfügung gestellt werden, da die finanziellen Mittel jährlich von der Stadt Wien gekürzt werden. Ebenso gibt es eklatante Personalkürzungen bei den Jugendsozialarbeitern. Die Schule kann auf keinen Fall die Jugendfürsorge des Jugendamtes übernehmen."

Verwirrung dürfte besonders bei Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl herrschen, die fünf Schulpsychologen als einzige Maßnahme zur Gewaltprävention sieht. Die Aufgaben der Schulpsychologen sind nicht langfristige Therapien für verhaltensauffällige Kinder - das ist Sache des Jugendamtes und des psychosozialen Dienstes. Die vom Bund zur Verfügung gestellten Schulpsychologen beraten und unterstützen das Lehrpersonal und die Eltern in psychologisch heiklen Schulfragen.

Mittel für psychosozialen Dienst um ein Viertel erhöhen

"Die ÖVP Wien fordert zur Sicherstellung der therapeutischen Unterstützung verhaltensauffälliger Schülerinnen und Schüler, das Wiener Gemeindebudget für den psychosozialen Dienst um 25 % zu erhöhen - so kann das Problem schon an der Wurzel gepackt und Zustände wie in anderen Ländern vermieden werden", so die Forderung der VP-Stadträtin.

"Dass die SP-Stadtregierung und vor allem Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl mit der angeblichen Notwendigkeit von fünf Schulpsychologen vom eigenen Versagen der Kürzungen beim Jugendamt ablenken will, ist mehr als offensichtlich. Brandsteidl soll endlich die Bundesverfassung lernen, damit sie sich ihrer Pflichten bewusst wird", so Cortolezis-Schlager abschließend.

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