Motorrad - für einen gelungenen Auftakt

Bikender Rotkreuz-Arzt gibt am Weltgesundheitstag Tipps für den Saisonstart

Wien (Rotes Kreuz) - Die ersten Frühlingstage hat viele von ihnen hervorgelockt, und das zu Recht. Nach der langen Winterpause gibt es wohl kaum einen Biker, der sich nicht wieder gerne auf den Sattel schwingt, um bis zum Osterwochenende zu
den ersten Ausfahrten zu starten. Doch die Winterpause macht sich bemerkbar. "Die ersten Opfer hat die heurige Motorradsaison bereits gefordert. Langsames Beginnen, die richtige Ausrüstung und eine überlegte Vorbereitung sollten jedem Fahrer mindestens genauso wichtig sein, wie die Wartung seines Motorrades", sagt Dr. Roman Fleischhackl vom Österreichischen Roten Kreuz, selbst begeisterter Biker. Der technische Zustand jedes Bikes muss nach dem kalten Winter überprüft werden. "Im Zweifelsfall weiß die Werkstatt Bescheid, und macht einen Frühjahrscheck", so Fleischhackl.

Durch die Winterpause vermindert sich auch das Fahrgefühl des Bikers. Am Ende der Saison ist der Fahrer auf das Motorrad eingestellt. Am Anfang der Saison ist allerdings vieles wieder ungewohnt: Das Einlenken in Kurven, die Gewichtsverlagerung, das Gefühl für die Geschwindigkeit, das Gewicht des Helmes oder die Sichteinschränkung durch den Helm - all das sind Faktoren, an die man sich wieder langsam gewöhnen muss. Roman Fleischhackl: "Wer vorsichtig beginnt, vermindert das Risiko, durch Fahrfehler zu stürzen."

Gerade zu Saisonbeginn, wenn auch die Autofahrer sich noch nicht an Motorradfahrer auf den Straßen gewöhnt haben, ist die Gefahr, übersehen zu werden, höher. Plötzliche Ausweichmanöver oder Rollsplitt, der heuer wegen des langen Winters noch vielerorts auf den Strassen liegt, sind oft Ursache für Stürze bei den ersten Ausfahrten. "Die richtige Ausrüstung ist nicht nur vorgeschrieben, sondern sollte selbstverständlich sein. Denn nur adäquate Schutzkleidung und Handschuhe können großflächige und schmerzhafte Hautabschürfungen vermeiden", so der Rotkreuz-Arzt weiter.

Doch selbst mit der besten Vorbereitung lassen sich Unfälle nie vermeiden. Wenn doch etwas passiert, ist es eine moralische aber auch gesetzliche Pflicht, Erste Hilfe zu leisten. Fleischhackl: "Nach der Absicherung der Unfallstelle stehen die lebensrettenden Sofortmaßnahmen an erster Stelle. An zweiter Stelle steht der Notruf und dann die weitere Erste Hilfe. Dass auch Motorradfahrer ein Erste-Hilfe-Paket mitführen müssen, ist für Biker wohl genauso selbstverständlich, wie die absolvierte Ausbildung als Ersthelfer."

"Der Weltgesundheitstag könnte für Sie ein Ansporn sein, die persönlichen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen - das erworbene Wissen hilft nicht nur bei Motorradunfällen. Gerade die derzeit gemeinsam mit dem ORF und der Erste Bank durchgeführte Kampagne ermöglicht den Besuch von kostenlosen einstündigen Startkursen in ganz Österreich", so der Rotkreuz-Arzt weiter.

Informationen zur Ersten Hilfe und Anmeldungen zum Startkurs unter www.erstehilfe.at. sowie unter 050 144 244.

Rückfragen & Kontakt:

ÖRK - Pressestelle
Gerald Czech
Tel.: 01/589 00-154
Mobil: 0664/444 13 48
gerald.czech@roteskreuz.at
http://www.roteskreuz.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK0002