Niederwieser zu Gewalt an Schulen: Gehrer-Politik verschärft Problem, statt es zu lösen

Wien (SK) - "Es muss klar gesagt werden: Diese Regierung und Bildungsministerin Gehrer tragen mit ihrer Politik des Kürzens, Streichens und Reformverweigerns zur Perspektivenlosigkeit der Jugend und damit zu einer verschärften Konfliktsituation enorm bei", erklärte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Gehrer hat in den letzten sechs Jahren 5.000 Lehrerdienstposten und 120.000 Unterrichtsstunden gekürzt. Sie ist nicht bereit, die Klassenschülerhöchstzahlen zu reduzieren, sie ist nicht bereit, mehr für individuelle Förderung zu machen, sie macht nicht genug für eine bessere Vorbereitung der Kinder auf die Volksschule. Das kann nicht ohne Folgen bleiben", so Niederwieser. ****

Wenn die Bildungsministerin gegen eine Obergrenze für die Anzahl von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache ist, dann muss sie dafür sorgen, dass es in den Klassen mit einem hohen Anteil von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache genügend Lehrpersonal gibt. "Bisher hat die Ministerin aber das Gegenteil gemacht - sie hat gnadenlos gekürzt. Und die zusätzlichen 300 Integrationslehrer erfüllen leider auch nicht die Forderung der Landeshauptleutekonferenz nach 700 bis 800 zusätzlichen Integrationslehrern", so der SPÖ-Bildungssprecher, der betonte, dass Gehrer bisher nicht nur zu keiner Lösung der Probleme beigetragen habe, sondern zum Teil sogar die Verursacherin der Probleme ist.

Wenig Hoffnung in faire Gehrer-Schule =

"Wenn Bildungsministerin Gehrer heute ihre x-te Kampagne präsentiert - diesmal ist es die angeblich 'Faire Schule' - dann muss eines festgehalten werden: Eine faire Schule ist die österreichische Schule dann, wenn nicht 20 Prozent der 15-Jährigen um ihre Lebenschancen betrogen werden, weil sie nicht oder kaum lesen und rechnen können", so Niederwieser weiter.

"Fairness ist: Wenn auch Kinder aus sozial schwachen Familien eine Chance auf höchste Bildung haben;
wenn wirklich alle im Herbst die versprochene Nachmittagsbetreuung oder gar eine Ganztagsschule bekommen, dies es wollen;
* wenn Schulen ordentlich ausgestattet werden, ohne sich Coca Cola oder anderen Firmen an den Hals werfen zu müssen;
* wenn schulische Leistungen objektiv bewertet werden;
* wenn Schüler sich rechtfertigen dürfen;
* wenn beide Seiten gehört werden;
* wenn akzeptiert wird, dass man auch mit 6 Jahren eine Meinung hat; * wenn Schwächere gefördert und Stärkere gefordert werden."

"Gehören diese Anforderungen auch zur fairen Gehrer-Schule? Bislang nicht", so der SPÖ-Bildungssprecher abschließend. (Schluss) cs

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