Volksbank Gruppe: Aktienmärkte präsentieren sich freundlich

Ölpreise deutlich gestiegen

Wien (OTS) - Die Aktienmärkte präsentierten sich in den vergangenen beiden Wochen überwiegend freundlich, viele Indizes erreichten mehrjährige Höchststände, schreibt das Research Team der Volksbank Gruppe in ihrem wöchentlichen Finanzmarktkommentar. Am deutlichsten fiel das Kursplus bei den Minengesellschaften aus - vor allem aufgrund der jüngsten Preisanstiege bei Metallen wie Silber, Palladium, Kupfer oder Zink. In der kommenden Woche beginnt wieder die neue Berichtssaison der Unternehmen. Mit einigen Impulsen daraus rechnen die Analysten mit mehrheitlich leichten Kurssteigerungen an den Aktienmärkten.

Die Ölpreise sind im Berichtszeitraum deutlich gestiegen. Preistreibend wirkten Sabotagen auf Ölanlagen in Nigeria, der Atomstreit mit dem Iran sowie die Veröffentlichung von gesunkenen US-Benzinlagerbeständen.

Die US-Notenbank (Fed) hat am 28. März den Leitzins zum 15. Mal in Folge um 25 Basispunkte auf zuletzt 4,75 Prozent erhöht. In ihrer Erklärung merkte sie an, dass eine weitere Straffung der Geldpolitik nötig sein dürfte, um die Risiken eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums und einer Preisstabilität im Gleichgewicht zu halten. Mit der Aussicht auf eine Fortsetzung des US-Leitzinserhöhungszyklus sind auch die US-Anleiherenditen in den letzten beiden Wochen weiter gestiegen.
Noch deutlicher als in den USA fiel der Renditeanstieg mit der Veröffentlichung von guten Wirtschaftsdaten in der Eurozone aus. Damit wird auf Wochensicht wenig Veränderung bei den Renditen in der Eurozone erwartet. Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins am 6. April bei 2,50 Prozent belassen und die mit den jüngsten Konjunkturdaten gestiegene Erwartung der Marktteilnehmer hinsichtlich einer Leitzinserhöhung im Mai gedämpft. Gemäß Trichet stehe die gegenwärtig hohe Wahrscheinlichkeit, die einer Zinserhöhung bereits bei der nächsten Ratssitzung zugemessen werde, nicht im Einklang mit der aktuellen Einschätzung des Rates.

Der Euro konnte mit guten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone gegenüber dem US-Dollar zulegen. Für die nächsten Tage rechnet die Volksbank Gruppe damit, dass die jüngst von der EZB gedämpften Aussichten auf eine Zinserhöhung im Mai noch nachwirken und den Euro etwas schwächen. Als Risikofaktor für den Dollar sehen die Analysten die Arbeitsmarkt- und Handelsbilanzzahlen der USA, die in Kürze veröffentlicht werden.

Das Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes hat sich im März in den USA abgeschwächt. Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager ist im entsprechenden Monat auf 55,2 Punkte (Februar: 56,7) gesunken. Ein Wert über 50 Punkte deutet auf ein Wachstum, ein Wert darunter zeigt einen Rückgang an. Der US-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor, auf den etwa 80 Prozent der US-Wirtschaftsleistung entfallen, ist im März auf 60,5 Punkte (Februar: 60,1) gestiegen. Anders als in den USA konnte der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes für die Eurozone im März zulegen und erreichte mit 56,1 Punkten (Februar: 54,5) sogar den höchsten Stand seit September 2000. Der Index für Deutschland stieg sogar auf 58,1 Punkte (Februar: 55,8) und damit auf den höchsten Stand seit August 2000. Die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor signalisierten im selben Monat für die Eurozone bzw. Deutschland ein im Vergleich zum Vormonat unverändertes (März:
58,2; Februar: 58,2) bzw. verringertes (März: 56,6; Februar: 57,8) Wachstum. Der deutsche Ifo Geschäftsklimaindex erreichte im März mit 105,4 Punkten (Februar: 103,4) den höchsten Stand seit 15 Jahren. Dabei bewerteten die rund 7000 befragten Unternehmen sowohl ihre gegenwärtige Geschäftslage als auch ihre Zukunftsaussichten zuversichtlicher als im Monat davor.

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