Krebsforschung an die Spitze - Kommentar von Alexandra Riegler im neuen economy

Wien (OTS) - Das Paradies ist meist dort, wo man gerade nicht ist. Anderswo sind die Strände weißer, die TFT-Displays größer und die Kollegen inspirierend und umgänglich. Neben altem Schlachthof und neuem T-Center pulsiert in der Bundeshauptstadt der Campus Biocenter Vienna. Wange an Wange auf dem Gelände: das Research Institute of Molecular Pathology (IMP) und das Institute of Molecular Biotechnology (IMBA). Beide betreiben Krebsforschung mit den ganz Großen. Einer bestimmten Entdeckung widmet man dabei besonderes Augenmerk: der Unterscheidung von Krebszellen in planende und ausführende.

Die Theorie, dass längst nicht alle Zellen gleich sind, könnte dazu führen, dass die Krebstherapie völlig neu gedacht werden muss. Dazwischen liegen etliche Jahre der Forschung, um über Fliege und Maus der Funktionsweise des Menschen auf die Spur zu kommen. In Richtung Medikament bedeutet dies Zehnjahresschritte. Am Ende könnte jedoch die Erkenntnis liegen, warum der Krebs, obwohl scheinbar aus dem Körper vertrieben, nach Jahren wiederkehrt. Und weil alles Zeit braucht, die keiner hat, spart man mit der Fliege Zeit im Wettlauf um Ruhm und Hoffnung: ein einfaches System, mit dem sich einzelne Schritte präzise nachbauen lassen.

Mit besonderem Erfolg zuletzt am IMBA geschehen. Befeuert wird die Innovationskraft der Zentren mit Forschern und Doktoranden aus aller Welt. Letztere holt ein Programm ins Land, das seinesgleichen nicht nur in Österreich sucht. Zu den Erfolgsfaktoren zählt auch der hohe Turn-over, der für Ideennachschub sorgt, sowie die Freiheit, die Leute machen zu lassen, was sie wollen. "Man zählt, was man forscht", sagt IMBA Senior Researcher Jürgen Knoblich und meint, dass Wissenschaft vor Status und Hierarchien kommt.

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